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03.07.2014

00:47 Uhr

PC-Spiel

Lindsay Lohan verklagt Grand Theft Auto V

Allein am ersten Verkaufstag nahm „Grand Theft Auto V“ mehr als 800 Millionen Dollar ein. Nun verklagt Schauspielerin Lindsay Lohan die Macher des Computerspiels. Man habe ohne Erlaubnis eine Spielfigur nach ihr kreiert.

Klage gegen Computerfirma: US-Schauspielerin Lindsay Lohan zieht gegen Grand Theft Auto V vor Gericht. AFP

Klage gegen Computerfirma: US-Schauspielerin Lindsay Lohan zieht gegen Grand Theft Auto V vor Gericht.

New YorkUS-Schauspielerin Lindsay Lohan hat die Schöpfer des Computerspiels „Grand Theft Auto V“ verklagt. Der Softwareentwickler Take-Two Interactive Software und dessen Tochterfirma Rockstar Games hätten bei der letzten Version ohne ihre Erlaubnis ihr Bild benutzt und mit Lacey Jonas eine Spielfigur kreiert, die sich „eindeutig“ auf sie beziehe, hieß es in einer am Mittwoch in Manhattan eingereichten Klageschrift Lohans.

„Grand Theft Auto V“ würde zudem ihre Stimme und den Kleidungsstil aus ihrer Modelinie wiedergeben. In dem Spiel sei im Übrigen das Chateau Marmont Hotel zu sehen, in dem der „Freaky Friday“-Star einst gelebt habe. Und die fragliche Spielfigur bemühe sich um Hilfe, um Paparazzi zu entwischen, hieß es weiter.

Geschäftsmodelle der Spielebranche

Verkauf

Ein Entwickler arbeitet Monate oder Jahre an einem Spiel. Wenn es fertig ist, wird es zu einem festen Preis auf den Markt gebracht. Nach wie vor setzen viele Anbieter auf den klassischen Verkauf, ob Einzelkämpfer, die eine iPhone-App programmieren, oder große Studios mit Produktionen im Hollywood-Stil. Ob die Nutzer ins Geschäft gehen oder sich den Titel herunterladen, spielt dabei keine Rolle.

Abo-Modelle

Jede Stunde oder jeder Monat kostet – nach diesem Prinzip rechnen die Anbieter von Abo-Spielen ab. Wenn sie einen treuen Stamm von Spielern an sich binden können, schaffen sie einen stetigen Umsatzstrom. Dafür müssen sie allerdings auch ständig etwas Neues bieten, sonst sind die zahlenden Kunden weg. „World of Warcraft“ ist der Prototyp dieses Geschäftsmodells.

Free To Play

Das Spiel an sich ist gratis, aber die Extras kosten. Die Anbieter von Free-to-play-Spielen verdienen ihr Geld mit virtuellen Zauberstäben, Raumschiffen oder Rüstungen. Obwohl nur ein Bruchteil der Nutzer zahlt, kann das lukrativ sein. Da die Einstiegshürde niedrig ist, gewinnen die Anbieter viele Gelegenheitsspieler. Vorreiter sind Unternehmen wie Zynga und Bigpoint, doch auch viele Branchen-Dinos setzen inzwischen auf dieses Modell.

Werbung

Bandenwerbung im Fußballstadion, Aufkleber auf Rennwagen, gesponsorte Figuren: Computerspiele sind eine Plattform für Reklame. Der Anteil am Gesamtumsatz der Branche ist allerdings noch klein.

Crowdfunding

Wer keinen großen Geldgeber findet, fragt einfach viele Kleininvestoren. Beim Crowdfunding – der Schwarmfinanzierung – versorgen sich Unternehmen über Plattformen wie Kickstarter mit Kapital; Nutzer können kleine Beträge zur Verfügung stellen und bekommen im Gegenzug das fertige Produkt oder Extras.

Die Unternehmen Take-Two Interactive und Rockstar Games wollten sich zunächst nicht zur Klage äußern. Mit „Grand Theft Auto V“ verdienten sie allein am ersten Verkaufstag im vergangenen September über 800 Millionen Dollar (rund 584 Millionen Euro).

Von

ap

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