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11.01.2010

18:56 Uhr

Personalabbau

Telekom verjüngt sich mit neuen Mitarbeitern

VonSandra Louven

Die Deutsche Telekom stellt trotz Krise in diesem Jahr 3 500 neue Mitarbeiter ein. Ziel des Konzerns ist es, damit die Belegschaft zu verjüngen und über deren niedrigere Einstiegsgehälter Kosten zu sparen. Die seit Jahren laufenden Personalabbauprogramme gehen ungeachtet der Neueinstellungen weiter, so dass der Bonner Riese unter dem Strich weiterhin Personal abbaut.

Die Deutsche Telekom wechselt kräftig Personal aus. Quelle: ap

Die Deutsche Telekom wechselt kräftig Personal aus.

DÜSSELDORF. Personalabbauprogramme gehen ungeachtet der Neueinstellungen weiter, so dass der Bonner Riese unter dem Strich weiterhin Personal abbaut. In den vergangenen Jahren hat die Telekom rund 10 000 Stellen pro Jahr abgebaut. Personalchef Thomas Sattelberger nennt inzwischen zwar keine Abbauziele mehr, hat aber zahlreiche Instrumente für das freiwillige Aus von Beschäftigten installiert. So können Mitarbeiter von Regelungen zur Altersteilzeit, zum Vorruhestand oder von Abfindungen Gebrauch machen.

Selbst die Gewerkschaft Verdi begrüßt dieses Vorgehen. „Das freiwillige Ausscheiden von Mitarbeitern und die nur zögerliche Neubesetzung von Stellen ist eine bessere Personalpolitik, als mit Brachialgewalt den Abbau in den Vordergrund zu stellen“, sagte Lothar Schröder, stellvertretender Telekom-Aufsichtsratschef und Verdi-Bundesvorstand, dem Handelsblatt.

Mit 3 500 Beschäftigten stellt die Telekom in diesem Jahr genauso viele neue Mitarbeiter ein wie 2009. Rund zwei Drittel der Arbeitsplätze will sie mit eigenen Auszubildenden besetzen, für den Rest sucht sie Hochschulabsolventen oder Fachleute mit Berufserfahrung. Darüber hinaus stellt sie 3 300 neue Auszubildende ein. „Die Förderung unserer jungen, hausgemachten Talente ist das Schlüsselthema für die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens“, sagt Sattelberger.

Die Telekom hat frisches Blut bitter nötig. Im ehemaligen Festnetzbereich, der derzeit mit dem Mobilfunk verschmolzen wird, liegt das Durchschnittsalter der Beschäftigten bei Ende 40. „Dem Konzern tut es gut, sich mit jungen Leuten aufzufrischen“, sagt Schröder. Die Telekom bietet ebenso wie ihre Konkurrenten immer mehr internetbasierte Dienste an und braucht dafür entsprechende Techniker.

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