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14.11.2012

08:07 Uhr

Personalwechsel

Facebook krallt sich Zyngas Finanzchef

Der Online-Spielehersteller Zynga kämpft gegen den Niedergang seiner Aktie. Jetzt stellt einer seiner engsten Partner dazu noch ein Bein und wirbt Personal ab. Doch auch der Facebook-Aktie droht neues Ungemach.

Zynga CEO Mark Pincus auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft. dapd

Zynga CEO Mark Pincus auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft.

New York/San FranciscoMitten in der laufenden Neuausrichtung verliert der „Farmville“-Erfinder Zynga einen weiteren Spitzenmanager. Finanzchef David Wehner wechselt zum engen Partner Facebook und wird dort eine hohe Position in der Finanzabteilung einnehmen, wie Zynga am Dienstag bekanntgab. Es ist der jüngste in einer ganzen Reihe von Abgängen.

„Dave bleibt uns allen ein guter Freund, und wir wünschen ihm Erfolg in seiner neuen Funktion“, erklärte Zynga-Chef Mark Pincus am Firmensitz in San Francisco. Der Gründer und Großaktionär nutzte die Gelegenheit, um nach dem Aderlass von Führungskräften in den vergangenen Monaten mehrere Posten intern neu zu besetzen.

Zynga schreibt Verluste. Firmenchef Pincus streicht deshalb 150 Stellen. Er versucht gleichzeitig, die Abhängigkeit von den schwächelnden Simulationsspielen wie „Farmville“ oder „Cityville“ zu verringern, die ihre Fans vor allem im Sozialen Netzwerk Facebook finden. Auf der Suche nach neuen Einnahmequellen stößt Zynga in Richtung Online-Poker und -Roulette vor.

Neuer Finanzchef wird Zyngas oberster Buchhalter Mark Vranesh, der bereits von 2008 bis 2010 diesen Posten bekleidet hatte. Inzwischen ist die Spielefirma aber dem rauen Alltag an der Börse ausgesetzt. Der letzte Schlusskurs lag mit 2,11 Dollar nahe des Allzeittiefs. Beim Börsengang vor einem Jahr kostete das Papier noch 10 Dollar.

Ende einer Haltefrist: Facebook-Beschäftigte wollen Aktien nicht mehr

Ende einer Haltefrist

Facebook-Beschäftigte verkaufen Papiere

Zahlreiche Mitarbeiter haben pünktlich zum Ende einer Haltefrist ihre Anteile verkauft.

Als Lichtblick werteten die Anleger, dass Zynga seine Geschäftsprognose fürs Gesamtjahr bestätigte. Die Aktie stieg nachbörslich um mehr als 1 Prozent.

Die Aktie von Facebook, der neuen Arbeitsstätte des bisherigen Zynga-Finanzchefs, verlor dagegen ein halbes Prozent. An diesem Mittwoch laufen Haltefristen aus und Mitarbeiter dürfen ihre Aktien verkaufen. Börsianer fürchten einen weiteren Kursrutsch. Die Facebook-Aktie hat seit ihrem Börsengang im Mai bereits die Hälfte ihres Wertes verloren, weil auch hier das Geschäft sich schlechter entwickelt als erhofft. Der Wechsel von Wehner zu Facebook ist auch interessant, weil Facebook-Finanzchef David Ebersman scharf wegen des verpatzten Börsengangs des Online-Netzwerks kritisiert wurde.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Someone

14.11.2012, 07:38 Uhr

Facebook wird untergehen!!! Es wird OUT...es nervt...die Kontrolle ist zu hoch...zu viel Datenspeicherung....Facebook=Stasi. Ich kenne niemanden der sagt das Facebook langweilig geworden ist!! Nein, das war es schon immer!!!

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