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31.10.2011

23:55 Uhr

Personalwechsel

HP verliert Technologiechef

VonAxel Postinett

Das Stühlerücken geht weiter: Hewlett Packard verliert seinen technologischen Vordenker. Der Chief Technology Officer der PC-Sparte, Phil McKinney, wird das Unternehmen nach neun Jahren verlassen.

Das Hewlett-Packard Logo. Reuters

Das Hewlett-Packard Logo.

San FranciscoDas teilte Phil McKinney heute auf seinem Blog mit. Er habe HP zugesagt, den Übergang noch zu begleiten und geht davon aus, dass sein letzter Arbeitstag bei HP Ende Dezember sein werde. HP teilte auf Anfrage des Handelsblatts mit, dass Carlos Montalvo als Interims-CTO fungieren wird. Montalvo, ein früherer Apple-Manager, berichtet derzeit an McKinney.

Die Entscheidung kommt nur Tage nach  der Ankündigung von HP-Chefin Meg Whitman die Computersparte nicht abzuspalten, sondern zu behalten und weiterzuführen. Phil McKinney hat maßgeblich die Akquisition von Palm in 2010 vorangetrieben, um mit Palms webOS-Betriebssystem einen Angriff auf Apples iPad zu starten. Wie Steve Jobs auch, betrachtete McKinney die vollständige Kontrolle über Hardware und Software als entscheidend für den Erfolg im Smartphone- und Tabletmarkt. Nur Wochen nach dem Verkaufsstart wurde das Tablet „Touchpad“ aber vom damaligen CEO Léo Apotheker wieder vom Markt genommen und die gesamte Smartphone- und Tablet-Sparte kurz vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft eingestampft. Ende September musste Apotheker dann das Unternehmen nach Unstimmigkeiten mit dem Board verlassen.

Am Wochenende hatte der Chef der Personal Systems Group, Todd Bradley,  erklärt, ob webOS noch einmal bei HP weitergeführt werde, werde sich in den „kommenden Wochen“ entscheiden. Auf jeden Fall werde HP aber ein Tablet mit Windows 8 auf den Markt bringen und sich auch Android von Google anschauen. Mit dem Weggang von McKinney scheint klar, dass webOS bei HP keine Zukunft mehr hat. Die Personal Systems Group von HP, deren größte Sparte die PC-Produktion ist, hat in 2010 rund 41 Milliarden Dollar umgesetzt, zuletzt aber schwere Einbrüche im Geschäft mit Privatkunden hinnehmen müssen. Phil McKinney will nach eigenen Angaben als Technologieberater tätig werden.  


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