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12.12.2014

13:09 Uhr

Photoshop-Hersteller

Adobe kauft Bildagentur Fotalia

Der Photoshop-Erfinder Adobe schnappt sich die Bildagentur Fotalia für 800 Millionen Dollar. Adobe erweitert damit sein Internet-Angebot, um es in seine Cloud einzubinden. Aktionären gefällt der Deal.

Hauptsitz von Adobe Systems in San Jose, Kalifornien. Der Software-Konzern hat das Bildportal Fotalia gekauft. dpa

Hauptsitz von Adobe Systems in San Jose, Kalifornien. Der Software-Konzern hat das Bildportal Fotalia gekauft.

BangaloreDer US-Softwarekonzern Adobe Systems baut sein Internet-Angebot mit dem Kauf der Bildagentur Fotolia aus. Der Hersteller des bekannten Computerprogramms Photoshop zahlt für den Online-Marktplatz 800 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstagabend mitteilte. Fotolia vertreibt Fotos, Grafiken und Videos. Derzeit hat die US-Agentur nach eigenen Angaben mehr als 34 Millionen lizenzfreie Werke im Angebot. Adobe will diesen Fundus in seine internetbasierte Produkt-Palette Creative Cloud integrieren, Fotolia aber auch als eigenständiges Angebot weiter betreiben. Zu den bisherigen Fotolia-Eigentümern zählt der Finanzinvestor KKR. Adobe ist auch für das weit verbreitete PDF-Programm Adobe Reader bekannt, das früher unter dem Namen Acrobat Reader vertrieben wurde.

Das ABC des Cloud-Computing

Software as a Service (SaaS)

Bei diesem Konzept laufen Anwendungen – etwa für Textverarbeitung oder Kundenverwaltung –nicht auf dem eigenen Rechner, sondern auf den Servern des Dienstleisters. Aufgerufen werden sie übers Internet. Meist ist nicht mehr als ein Browser nötig. Bezahlt wird in der Regel per Abo. Daher ist auch von Miet-Software die Rede.

 

Infrastructure as a Service (IaaS)

Unternehmen können auch Rechenleistung oder Speicherplatz über die Cloud beziehen – in diesem Fall ist von Infrastructure as a Service die Rede. Gerade Startups können auf diese Weise schnell und unkompliziert ihre Website aufbauen und bei Bedarf die Kapazitäten auf Knopfdruck vergrößern.

Platform as a Service (Paas)

IT-Entwickler können auch eine virtuelle Computer-Plattform über die Cloud nutzen. Das erleichtert die Programmierung, weil sie selbst keine spezielle Hardware aufstellen müssen.

Public Cloud

Wenn Unternehmen ihre Cloud-Dienste öffentlich zugänglich anbieten, ist von der Public Cloud die Rede. Dabei handelt es sich oft um standardisierte und somit günstige Services. Der Zugriff erfolgt übers Internet.

Private Cloud

Wie bei Public-Cloud-Lösungen liegen die Daten oder Anwendungen auf Servern – diese betreibt das Unternehmen jedoch selbst. Der Zugang ist bei der Private Cloud auf die eigenen Mitarbeiter sowie autorisierte Geschäftspartner und Kunden beschränkt. Weil der Betreiber mehr Kontrolle hat, eignet sich diese Lösung für sensible Daten. Vor allem große  Unternehmen und öffentliche Einrichtungen setzen darauf.

 

Hybrid Cloud

Eine Mischung aus Public und Private Cloud – das Unternehmen setzt also beide Elemente ein.

Über Fotolia werden lizenzfreie Fotos, Grafiken und Videos an Käufer vermittelt. Fotografen, Designer und Filmer werden am Umsatz beteiligt. Bei Adobe soll das Fotolia-Angebot das Creative-Cloud-Geschäft ankurbeln. Die Zahl der Abonnenten dort war zuletzt stark gestiegen, nun soll auch mehr Umsatz erzielt werden. Der Konzern aus dem kalifornischen San Jose hat sein Geschäftsmodell für Software wie Photoshop oder Flash von Lizenzverkäufen auf Internet-Abos umgestellt. Das soll kontinuierlichere Einnahmen bringen.

Im vierten Quartal steigerte Adobe den Nettogewinn um gut zwölf Prozent auf 73,3 Millionen Dollar. Der Umsatz wuchs um drei Prozent auf 1,07 Milliarden Dollar. Die Adobe-Aktie legte nachbörslich fast acht Prozent zu.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Thomas Behrends

12.12.2014, 13:31 Uhr

Wie schlusig arbeiten die Jungs und Mädels eigentlich in der HB-Redaktion?

Ich kenne jedenfalls nur eine Fotoagentur mit Internet-Plattform namens "FOTOLIA".

Bitte recherchieren Sie doch genauer, bevor Sie sog. News schreiben. Ist doch irgendwie peinlich das in Deutschland (im Land der Dichter und Denker) zu lesen.

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