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08.02.2013

11:05 Uhr

Piel-Nachfolge

WDR sucht bundesweit nach neuem Intendanten

Nach der überraschenden Rückzugsankündigung von WDR-Intendantin Piel forciert der Sender jetzt die Suche nach einem geeigneten Nachfolger. In überregionalen Zeitungen wird das Profil für den Posten skizziert.

Wer folgt auf Monika Piel? Der WDR forciert die Intendanten-Suche mit einer öffentlichen Ausschreibung. dpa

Wer folgt auf Monika Piel? Der WDR forciert die Intendanten-Suche mit einer öffentlichen Ausschreibung.

BerlinDer Westdeutsche Rundfunk sucht nun auch außerhalb des Senders nach einem Nachfolger für die scheidende Intendantin Monika Piel. Dazu erscheint in dieser Woche in der Wochenzeitung „Die Zeit“, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und der „Süddeutschen Zeitung“ eine Anzeige.

Das Anforderungsprofil ist sehr vage gehalten. Gesucht werde eine Persönlichkeit, „die im Rahmen des WDR-Gesetzes die größte deutsche Rundfunkanstalt nach innen und außen leitet und dabei – im Zusammenwirken mit den Aufsichtsgremien – den öffentlich-rechtlichen Auftrag umsetzt und vermittelt“, heißt es in der Annonce.

Im Gesetz selbst wird die Tätigkeit näher beschrieben. Der WDR-Intendant trägt demnach „die Verantwortung für die Programmgestaltung und für den gesamten Betrieb der Anstalt und hat dafür zu sorgen, dass das Programm den gesetzlichen Vorschriften entspricht“. Bewerber, die als „geeignet“ erachtet werden, müssen dem Rundfunkrat Rede und Antwort stehen. Das Gremium kann auch selbst Kandidaten vorschlagen und zu einem Gespräch einladen. Am Ende wählt der Rundfunkrat dann auch den Intendanten.

Vermutlich fällt in den nächsten drei Monaten eine Entscheidung. Das Bewerbungsverfahren läuft bis zum 9. März. Piel selbst, die Ende Januar verkündet hatte, dass sie aus persönlichen Gründen vorzeitig aufhören will, wird nach Angaben des ARD-Vorsitzenden Lutz Marmor ihren Posten frühestens im Mai abgeben.

Dass sich der WDR für eine Ausschreibung entschieden hat, ist nicht neu. Auch Fritz Pleitgen war 1995 über eine Ausschreibung Intendant geworden. 2006 hatte der Rundfunkrat einen Wahlvorbereitungsausschuss eingesetzt, der mit Kandidaten Gespräche führte. Am Ende blieb nur Hörfunkdirektorin Piel als Kandidatin übrig.

Nach Piels Wiederwahl im vergangenen Jahr gab es Kritik. Die FDP und die Piratenpartei bemängelten, dass es keinen Gegenkandidaten gegeben hatte. Es dürfe nicht sein, dass der Intendantenposten der größten öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt „unter der Hand vergeben“ werde, sagte der medienpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Burkhardt Müller-Sönksen. „Ohne Ausschreibungsverfahren die bisherige Intendantin im Amt zu bestätigen, erweckt den Eindruck von Hinterzimmerabsprachen.“

Von

dne

Kommentare (1)

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dig@central.banktunnel.eu

08.02.2013, 11:34 Uhr

Und die Polizei berlin beschlgnahmt Server mit Beweismitteln wegen Polizeikorruption zwecks Unerschlagung dersleben - DAS GIBT ERBITTERTE GEGENWEHR!

[...]

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