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11.02.2004

13:20 Uhr

Poker um Peoplesoft

Gutachter empfehlen Klage gegen Oracle

Im Poker um den US-Softwarekonzern Peoplesoft haben Anwälte der Kartellrechtsabteilung des amerikanischen Justizministeriums angeblich eine Klage gegen den Übernahmeversuch durch Oracle empfohlen.

HB PLEASANTON. Dies hat Peoplesoft, der zweitgrößte Anbieter von Unternehmenssoftware nach SAP, in der Nacht zum Mittwoch bekannt gegeben. Peoplesoft sei entsprechend informiert worden. Oracle ist die Nummer drei in diesem Softwarebereich.

Oracle will im Zuge seines feindlichen Übernahmeangebots 26 Dollar je Aktie oder 9,4 Mrd. Dollar (7,4 Mrd. €) für Peoplesoft zahlen. Das Unternehmen hatte zunächst 16 Dollar und dann 19,50 Dollar je Aktie für den Konkurrenten offeriert.

Die Empfehlung der Kartellrechtshüter geht jetzt an R. Hewitt Pate, den Leiter der Kartellabteilung des US-Justizministeriums. Er muss entscheiden, ob er die Empfehlung annehmen oder anders entscheiden will. Das Ministerium werde spätestens am 2. März seine Entscheidung treffen, hieß es bei Peoplesoft. Es läuft auch eine kartellrechtliche Untersuchung in Brüssel.

Oracle glaube, dass die Fusion letztlich genehmigt werde, betonte Unternehmenssprecher Jim Finn. Es gebe viele Beispiele, in denen die Entscheidung von den Empfehlungen abgewichen sei, erklärte Oracle- Anwalt James Hill.

Bei der kartellrechtlichen Untersuchung geht es um die Wettbewerbslage im 20 Mrd. Dollar großen Markt für spezialisierte Anwendungssoftware für große Unternehmen. Peoplesoft hatte auch das jüngste Oracle-Angebot als unzureichend abgelehnt und seinen Aktionären empfohlen, die Oracle-Offerte nicht anzunehmen.

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