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28.10.2012

17:43 Uhr

Präsentation abgeblasen

US-Firmen beugen sich dem Sturm

Neben Privatleuten spüren nun auch erste Konzerne die Folgen des Wirbelsturms „Sandy“. IT-Riese Google musste die geplante Vorstellung neuer Produkte in New York absagen. Auch an der Wall Street wächst die Nervosität.

Eine Ausstellungsfläche bei einer Google-Entwicklerkonferenz im Mai 2011. Reuters

Eine Ausstellungsfläche bei einer Google-Entwicklerkonferenz im Mai 2011.

New YorkMicrosoft hatte bei seiner Ortswahl für die Vorstellung neuer Mobilfunk-Produkte am Montag ein besseres Händchen als Rivale Google. Der Internet-Konzern musste am Wochenende seine Veranstaltung in New York wegen des Hurrikans „Sandy“ absagen. Microsoft kann dagegen in San Francisco wie geplant sein neues Smartphone-Betriebssystems Windows Phone 8 präsentieren.

Von dem Google-Termin wurden neue Geräte mit dem Android-System erwartet, darunter ein weiteres Nexus-Smartphone und ein größeres Nexus-Tablet zusätzlich zu einer aufgefrischten 7-Zoll-Version. Der Sturm „Sandy“ könnte nach Schätzungen von US-Meteorologen von Montag bis Dienstag mit Starkregen, Hochwasser, Schnee und heftigem Wind große Schäden zwischen Washington und Boston anrichten.

Die Veranstalter der jährlichen Zusammenkunft der Derivatebörse FIA Expo Anfang der Woche in Chicago eine Warnung an die Besucher verschickt. „Wir drängen all jene, die von der Ostküste anreisen, sich um Alternativen zu bemühen“, sagte ein Sprecher. Also etwa vor dem Sturm reisen, ein Auto mieten oder mit der Bahn fahren. „Abgesagt wird die Konferenz aber auf keinen Fall“, fügte er hinzu.

Im Großraum New York gibt sich die Börse derzeit noch gelassen. So erklärte Direct Edge, eine der kleineren Handelsplätze der USA, in einer Wetterwarnung an Kunden: „Wir gehen davon aus, dass wir in der kommenden Woche ganz normalen Betrieb haben werden.“ Man werde die Datencenter am Sonntag inspizieren und am Montagmorgen noch einmal über die Lage informieren.

Ein Sprecher der führenden US-Börse NYSE wollte sich zunächst nicht zu Vorbereitungen auf den Sturm äußern. Im vergangenen Jahr hatten alle US-Börsen trotz des Hurrikans „Irene“ am nächsten Morgen ganz normal den Handel eröffnet, nachdem es phasenweise so ausgesehen hatte, dass die NYSE nur elektronischen Handel anbieten würde und ihren Handelsraum geschlossen halten würde.

Kommentare (1)

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krake

29.10.2012, 08:38 Uhr

Das tut diesen Gierhälsen mal ganz gut: läutern. Demut vor der Übergewalt der Natur! Und danach sollte man sich geläutert den immensen Verschuldungsproblemen der USA zuwenden!!

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