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19.01.2006

09:22 Uhr

Präsenz am Markt stärken

Wirtschaftswoche erscheint künftig montags

Die Wirtschaftswoche verlegt ab 6. März ihren Erscheinungstag auf Montag. Abonennten werden das Heft künftig bereits am Samstag erhalten.

HB DÜSSELDORF. „In den Zeiten der Globalisierung, in denen wirtschaftliche Themen immer wichtiger werden, braucht dieses Land an dem Tag, an dem die großen aktuellen Magazine erscheinen, auch ein großes Wirtschaftsmagazin", begründet Chefredakteur Stefan Baron die Entscheidung. Bisher erscheint Deutschlands bedeutendstes Wirtschaftsmagazin aus der Verlagsgruppe Handelsblatt am Donnerstag. „Mit dem Montag, der jetzt schon ein starker Nachrichten- und Infotainment-Tag ist, stärken wir die Präsenz der Wirtschaftswoche im Markt. Sie ist an diesem Entscheider-Tag eindeutig positioniert", sagt Harald Müsse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Handelsblatt. Das Düsseldorfer Medienhaus ist eine Tochter der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck (Zeit, Tagesspiegel).

Abonnenten erhalten das Heft künftig bereits am Samstag. „Wir prüfen, ob wir schon am Sonntagmorgen an ausgewählten Verkaufsstellen in Großstädten in den Einzelverkauf gehen. Am Montag sind wir dann flächendeckend am Kiosk", sagt Müsse.

Mit dem neuen Erscheinungstag will die Wirtschaftswoche sowohl den Einzelverkauf als auch die Abonnements steigern. Im dritten Quartal des vergangenen Jahres erzielte das Wirtschaftsmagazin eine verkaufte Auflage von 183 000 Exemplaren. Seit Jahren ist die Wirtschaftswoche auch das mit Abstand meistzitierte deutsche Wirtschaftsmagazin. Sie nimmt außerdem eine Spitzenposition bei der Zielgruppe Entscheider ein.„Diese Marktstellung wollen wir ausbauen", sagt Baron. Vor diesem Hintergrund wird auch das redaktionelle Angebot ausgebaut. Die neue Wirtschaftswoche wird künftig mindestens 20 Prozent mehr Umfang bieten.

Die Wirtschaftswoche hat keine direkten Wettbewerber. Die wöchentlichen Hefte „Focus Money“ (Burda) und „Börse Online“ (Gruner + Jahr), die unter den schwierigen Börsenjahren besonders gelitten haben, sind klassische Anlegermagazine. Das Magazin „Impulse“ hingegen erscheint monatlich; „Capital“ nur 14-tägig. Beide Blätter gehören der Bertelsmann-Tochter Gruner + Jahr.

Nicht zuletzt wegen verbesserter Konjunkturaussichten wächst bei den Verlagen die Zuversicht. Nach diffizilen Jahren kehrt bei den Zeitschriften, darunter auch in der krisengebeutelten Wirtschaftspresse, der Optimismus zurück. Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) erwartet für 2006 ein Wachstum bei den Anzeigenerlösen von zwei Prozent. Der Aufwärtstrend in der Wirtschaftspresse war bereits im vergangenen Jahr spürbar. Die Zahl der Anzeigenseiten in diesem Segment stieg um rund 1,5 Prozent.

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