Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.01.2008

23:16 Uhr

Preisverfall bei Chips

Qimonda verbucht Verlust

Der Speicherchiphersteller Qimonda hat im abgelaufenen Quartal mehr als eine halbe Milliarde Euro Verlust angehäuft. Ein Jahr zuvor hatte Qimonda operativ noch 177 Millionen Euro verdient.

HB MÜNCHEN. Der Fehlbetrag habe 598 Millionen Euro betragen, teilte die Tochter des Halbleiterkonzerns Infineon mit. Der operative Verlust (Ebit) habe sich auf 590 Millionen Euro belaufen.

Analysten hatten im Schnitt mit einem Betriebsverlust von 369 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz ging nach Firmenangaben verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 28 Prozent auf 513 Millionen Euro zurück.

Der Speicherchiphersteller hatte zuletzt massiv unter dem Preisverfall für seine vor allem in Computern eingesetzten DRAM-Chips gelitten. "Während des abgelaufenen Quartals fielen die Preise für Standard-DRAMs weiter um über 40 Prozent; dies war einer der stärksten Preisrückgänge in einem Dezember-Quartal", erklärte Unternehmenschef Kin Wah Loh.

Das Unternehmen hatte daher kürzlich angekündigt, in das Geschäft mit Flashspeichern einzusteigen, die hauptsächlich in der Unterhaltungselektronik eingesetzt werden und derzeit noch höhere Profite versprechen. Zudem drosselt das Unternehmen die Fertigung und investiert weniger als zunächst angepeilt.

Die Qimonda -Aktie hat seit dem Gang an die New Yorker Börse im Sommer 2006 mehr als die Hälfte ihres Werts eingebüßt. Derzeit hält Infineon noch mehr als drei Viertel der Anteile an Qimonda. Anfang 2009 will der Chipkonzern die dann noch verbleibenden Qimonda -Papiere an seine Aktionäre verschenken.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×