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28.01.2007

18:12 Uhr

Preiswettbewerb und schwacher Dollar belasten

Telekom senkt erneut Ergebnisprognosen

Die Telekom hat ihre Anleger mit einer Gewinnwarnung schockiert: Wegen des harten Preiswettbewerbs und des schwachen Dollars senkte der Telekommunikationsriese am Sonntag seine Prognose für das laufende Jahr erneut.

Telekom-Vorstandsvorsitzender Rene Obermann: "Es bleibt schwierig für uns." Archivfoto: dpa. dpa

Telekom-Vorstandsvorsitzender Rene Obermann: "Es bleibt schwierig für uns." Archivfoto: dpa.

HB BONN. Die Deutsche Telekom hat erneut ihr Gewinnziel gesenkt. Angesichts des aufgeheizten Wettbewerbs sowohl im Breitband- als auch im Mobilfunkmarkt in Deutschland müsse die Telekom zusätzlich in Service und Marketing investieren, was auf den operativen Gewinn im laufenden Jahr drücke, sagte der neue Konzernchef Rene Obermann am Sonntag in einer Telefonkonferenz.

„Es bleibt schwierig für uns.“ Die neuen Angebote würden aber angenommen, was sich in gestiegenen Kundenzahlen zeige. Erst im vergangenen August hatte die Telekom ihre Ziele für 2006 und 2007 gesenkt. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde 2007 nur noch rund 19 Mrd. Euro betragen statt der bisher geplanten 19,7 bis 20,2 Mrd. Euro, kündigte Obermann an.

Verstärkte Investitionen in das Festnetz- und Breitbandgeschäft (T-Com) drückten das bereinigte Ebitda der Sparte um voraussichtlich 800 Mill. Euro. Im Mobilfunkgeschäft erwarte die Telekom in Deutschland auf Grund weiter sinkender Preise und Investitionen einen um 200 Mill. Euro geringeren operativen Gewinn.

Der Wachstumstreiber T-Mobile USA werde 2007 aufgrund des starken Euro wohl operativ 200 Mill. Euro weniger verdienen als ursprünglich geplant. Beim Konzernumsatz erwartet die Telekom für 2007 einen nur moderaten Anstieg. Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick sprach von einem kleinen prozentualen Anstieg getrieben durch das Auslandsgeschäft.

„Das ist eine deutliche Gewinnwarnung“, urteilte JP-Morgan-Analyst Hannes Wittig. Diese könne auch einen taktischen Hintergrund haben, sagte Wittig mit Blick auf die Gewerkschaften, die Politik und die EU. Damit wolle der Konzern deutlich machen, unter welchem Wettbewerbsdruck er stehe.

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