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10.09.2012

15:50 Uhr

Printmedien

Presse-Großhändler beklagen Umsatzeinbruch

Die Verlage ächzen unter dem Auflagenrückgang bei Zeitungen und Zeitschriften. Bei den Presse-Grossisten schlägt sich dieser Rückgang in massiven Absatzeinbrüchen nieder. Da helfen auch keine Fußball-Sammelbilder mehr.

Zeitungen an einem Berliner Zeitungskiosk. dpa

Zeitungen an einem Berliner Zeitungskiosk.

Baden-BadenDie Pressegroßhändler haben in ihrem Kerngeschäft im ersten Halbjahr 2012 Jahr einen Umsatzrückgang von 2,2 Prozent verzeichnet. „Die Talsohle scheint noch nicht erreicht zu sein“, sagte Grosso-Vorsitzender Frank Nolte am Montag in Baden-Baden. Insgesamt sei der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum jedoch nur um 0,8 Prozent auf 1,28 Milliarden Euro gesunken. Das Minus bei Zeitungen und Zeitschriften habe insbesondere mit dem Verkauf von Sammelbildern zur Fußballeuropameisterschaft kompensiert werden können. Diese Möglichkeit gebe es im zweiten Halbjahr jedoch nicht.

Bei den Absatzzahlen der Zeitungen und Zeitschriften setze sich der Abwärtstrend der Vorjahre fort. So wurden im ersten Halbjahr 1,17 Milliarden Exemplare verkauft. Das sind 71,6 Millionen und damit 5,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dass dieser Rückgang nicht in der Deutlichkeit auf die Umsatzzahlen durchgeschlagen habe, sei den Preiserhöhungen mehrerer Verlage zu verdanken, sagte Nolte. An der Absatz- und Umsatzerhebung des Bundesverbandes Presse-Grosso hatten sich alle 66 Großhändler beteiligt.

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Von

dpa

Kommentare (2)

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Selbst-Schuld

10.09.2012, 16:32 Uhr

Also mich rufen die Werber auch immer von der Westfalenpost an, ob ich nicht wieder ein Abo haben will. Ich sag denen immer, dass ich für regierungstreue DDR-Zeitungen nicht auch noch bezahle. Übrigens auch lustig hier in dem Artikel, dass man sich freut durch Preiserhöhungen den Umsatzrückgang aufzufangen. Ja vielleicht kaufen gerade wegen dieser Preiserhöhungen immer weniger Menschen Zeitungen. Bald lesen wir von der Branche: "Es gibt leider nur noch einen Kunden, der Papierzeitungen kauft. Aber dank der Preiserhöhung auf 1Mio.Euro pro Exemplar wird der Verlust wieder aufgefangen." Seid doch froh, wenn keiner mehr Printmedien liest. Die medien verbreiten selbst die CO2-Lügen und wundern sich dann, wenn jeder ressourcenschonend handelt. Weniger Zeitungen bedeutet weniger abgesägte Bäume. Und die brauchen wir ja unbedingt zum Wandeln des erhöhten CO2-Levels in Sauerstoff. Die Printmedien merken nicht, wie sie gegen sich selbst agieren. Und das auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Die Tipps von mir sind übrigens gratis und CO2-schonend auf ePaper gedruckt. TssssTssssTsss

Printer

10.09.2012, 16:39 Uhr

Wenn der Euro so mies dran ist, werden jede Menge Euros reingebuttert. Heißt das dann in logischer Konsequenz, dass wenn der Umsatz der Printmedien zurückgeht, es Zeit wird einen Zeitungskiosk zu eröffnen?

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