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03.01.2006

18:20 Uhr

Pro Sieben-Sat.1-Kauf

Springer-Chef nennt mögliche Zugeständnisse

Der Springer-Konzern könnte für die Übernahme von ProSiebenSat.1 den Verzicht auf ein „Bild-TV“ und auf so genannte Cross-Promotion mit den Zeitungen festschreiben sowie alle gemeinsamen Beteiligungen mit Bertelsmann auflösen.

HB HAMBURG. Das sagte Springer-Chef der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwoch). Den Verzicht auf Pro Sieben oder Sat.1 oder die Abgabe der Kontrolle über einen der Sender an einen Beirat, wie es die Kommission zur Ermittlung des Konzentrationsbedarfs (KEK) vorschlug, lehnt Döpfner als „unannehmbar“ ab.

Die KEK will am 10. Januar über die Übernahme des größten deutschen Fernsehunternehmens entscheiden, das Bundeskartellamt am 20. Januar. Sie hatten das Geschäft in seiner ursprünglichen Form bereits kritisiert.

Er wolle der KEK am Donnerstag ein Angebot zu einem Fernsehbeirat unterbreiten, sagte Döpfner. Der Beirat solle Cross-Promotion - sich überschneidende Werbekampagnen in verschiedenen Medien - verhindern, aber nicht die unternehmerische Verantwortung tragen, wie es die KEK schriftlich am 23. Dezember gefordert hatte. Das Modell der KEK könne Springer nicht akzeptieren, weil es einen Verzicht auf wirtschaftliche und marktorientierte Ziele bedeuten würde.

„Wir bieten die Desinvestition aller gemeinsam mit Bertelsmann gehaltenen Unternehmensbeteiligungen an: Die Beteiligung an dem Druckunternehmen Prinovis, unsere gesamten Radiobeteiligungen sowie einige Logistik-Joint-Ventures“, sagte Döpfner weiter. Über einen eventuellen Antrag auf Ministererlaubnis oder eine Klage gegen einen negativen Kartellamtsbeschluss werde man erst entscheiden, wenn es soweit sei.

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