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06.12.2016

10:35 Uhr

Probleme bei Apple

Akku-Gate beim iPhone?

Erst musste Samsung sein Galaxy Note 7 wegen Akkuproblemen zurückziehen. Jetzt könnte Apple Ähnliches drohen: Bei einigen iPhones in China sei der Akku explodiert, melden Verbraucherschützer.

Nach Angaben einer chinesischen Verbraucherschutzorganisation sind einzelne Geräte in Brand geraten oder explodiert. dpa

iPhone 6 und iPhone 6 Plus

Nach Angaben einer chinesischen Verbraucherschutzorganisation sind einzelne Geräte in Brand geraten oder explodiert.

SchanghaiMehrere chinesische iPhone-Nutzer haben sich über gravierende Probleme mit dem Smartphone beschwert. Acht Geräte seien in Brand geraten oder explodiert, erklärte eine in Schanghai ansässige staatliche Verbraucherschutzorganisation. Sie zitierte unter anderem eine Frau, die berichtete, ihr iPhone 6S Plus sei im August explodiert, wodurch der Bildschirm zerstört worden sei. Apple habe der Kundin ein neues Gerät geliefert, sich aber nicht zu den Hintergründen des Vorfalls geäußert.

„Apple sollte sich den Kunden gegenüber verantwortungsbewusst zeigen”, forderten die Verbraucherschützer. „Ein großer Teil der Beschwerden wird nicht effizient bearbeitet.”

Apples iPhone: Vom Pionier zum Kassenschlager

Das erste iPhone

Für das Jahr 2007 waren der große Touchscreen ganz ohne Tastatur und die Bedienung per Finger ein radikales Konzept, das die Smartphone-Revolution entscheidend anschob. Dabei verzichtete Apple bei der ersten Version sogar auf den schnellen UMTS-Datenfunk.

iPhone 3G

Ein iPhone 2 gab es nie – stattdessen kam im Sommer 2008 das iPhone 3G, was auf die Unterstützung des 3G-Standards UMTS hinwies. Das Aluminium-Gehäuse wurde durch eine Plastik-Schale ersetzt. Mit dem App Store öffnete Apple die Plattform für Programme verschiedener Entwickler.

iPhone 3GS

Mit dem Modell des Jahres 2009 führte Apple sein „Tick-Tock“-Prinzip ein, bei dem die iPhones alle zwei Jahre radikal erneuert werden und es zwischendurch ein „S“-Modell im unveränderten Design, aber mit aufgerüstetem Innenleben gibt. Das 3GS bekam eine bessere Kamera und einen schnelleren Chip.

iPhone 4

Das letzte Modell, das Gründer Steve Jobs noch selbst vorstellte. Das kantige Design des iPhone 4 mit einer gläsernen Rückwand war 2010 aufsehenerregend, zugleich häuften sich zunächst Berichte über Empfangsprobleme mit der Antenne am Außenrand.

iPhone 4S

Apple ließ sich 15 Monate Zeit bis Oktober 2011 mit einer Aktualisierung. Zu den Neuerungen gehörte neben technischen Verbesserungen die Sprachassistentin Siri.

iPhone 5

Während die Smartphones der Wettbewerber immer größer wurden, erweiterte Apple 2012 zunächst vorsichtig die Bildschirm-Diagonale von 3,5 auf 4 Zoll. Zugleich wurde das Gerät deutlich dünner gemacht und bekam wieder eine Aluminium-Hülle.

iPhone 5S

Die wichtigste Neuerung im Herbst 2013 war der Fingerabdruck-Sensor zum Entsperren der Telefone. Zudem entwickelte Apple unter anderem die Kamera weiter.

iPhone 6

Erstmals entschied sich Apple 2014 für zwei neue Modelle mit deutlich größeren Bildschirmen mit Diagonalen von 4,7 und 5,5 Zoll. Der Schritt löste einen Absatzsprung aus, Apple kam monatelang der Nachfrage nicht hinterher. Die Geräte wurden abermals dünner.

iPhone 6S

Gleiches Gehäuse, bessere Technik – das reichte im Weihnachtsquartal 2015 knapp für den nächsten Absatzrekord von knapp 74,8 Millionen verkauften iPhones.

iPhone 7

Zum ersten Mal geht Apple ins dritte Jahr mit einem weitgehend unveränderten äußeren Design. Doch der Großkonzern verzichtete unter anderem auf die klassische Ohrhörer-Buchse zugunsten des digitalen „Lightning“-Anschlusses.

Die Organisation erhielt nach eigenen Angaben in den vergangenen zwei Monaten sechsmal so viele Beschwerden über Apple wie sonst. Dabei ging es demnach auch um das plötzliche Abschalten von iPhones der Modellreihen 6 und 6S, deren Akkus eigentlich noch genügend Strom hatten.

Apple hatte chinesischen Kunden im November angeboten, die Akkus aus 6S-Modellen auszutauschen. Der Konzern betonte dabei, bei dem ungewollten Abschalten handele es sich nicht um ein Sicherheitsproblem. Zu dem jüngsten Bericht der Schanghaier Verbraucherorganisation, der bereits am Freitag veröffentlicht wurde, war zunächst keine Stellungnahme von Apple in China zu erhalten.

Apple: iPhone-Hersteller kassiert 90 Prozent der Branchengewinne

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Das iPhone sichert Apple mehr als 90 Prozent aller Smartphone-Gewinne in der Welt – laut Marktforschern ist das ein Rekordwert. Insbesondere nach Samsungs Note-7-Debakel ist die Konkurrenz weit zurückgefallen.

Bereits im November hatte Apple in den USA angekündigt, die Batterien in einigen Geräten seines iPhone 6s kostenlos auswechseln. Die betroffenen Smartphones schalteten sich überraschend ab, es gehe um eine „sehr geringe Anzahl“ von iPhones aus den Monaten September und Oktober 2015.

Die Kundenbeschwerden folgen auf das Desaster um das Smartphone Galaxy Note 7 vom Apple-Konkurrenten Samsung. Der südkoreanische Konzern hatte die Produktion des Modells komplett einstellen müssen, nachdem er Probleme mit explosionsgefährdeten Akkus nicht in den Griff bekam.

Von

afp

Kommentare (2)

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Frau Lana Ebsel

06.12.2016, 11:25 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette

Herr Roland Berger

06.12.2016, 13:08 Uhr

Warum sind alle vermeintlichen Skandale ein "...-Gate"? Allein die Überschrift mit diesem Wort machen den Artikel für mich eher nicht lesenswert. Meine zweite Frage: Warum soll eine Nachricht über chinesische iPhones für europäische Kunden relevant sein? Ist bekannt, dass ähnliches in Europa passiert ist? Dritte Frage: Warum wird bei Apple ein Ausschalten skandalisiert und die Brände / Explosionen der Samsung-Geräte zum Vergleich herangezogen? Misst die Redaktion mit zweierlei Maß?
Kurz und gut, mich persönlich hat der Artikel weder inhaltlich überzeugt noch informatorisch weitergebracht, sondern eher geärgert.

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