Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.08.2014

09:55 Uhr

Probleme in Frankreich und Ungarn

RTL senkt seinen Ausblick

Zuletzt ging RTL von gleichbleibenden Gewinnen und Umsätzen aus. Doch Probleme in Frankreich, Ungarn und dem Produktionsgeschäft setzen dem Fernsehkonzern zu. RTL passt nun seine Umsatzziele an.

RTL-Zentrale in Köln. Dem Fernsehkonzern macht das schwache Werbegeschäft zu schaffen. Reuters

RTL-Zentrale in Köln. Dem Fernsehkonzern macht das schwache Werbegeschäft zu schaffen.

MünchenProbleme in Frankreich, Ungarn und im Produktionsgeschäft belasten den Fernsehkonzern RTL Group. Angesichts rückläufiger Umsätze und Gewinne im ersten Halbjahr senkte die Bertelsmann-Tochter am Donnerstag ihren Ausblick.

Im Gesamtjahr werde der Umsatz leicht zurückgehen. Das Betriebsergebnis (Ebita) werde deutlicher sinken als die Erlöse. Bisher hatte RTL in Aussicht gestellt, dass Umsatz und Betriebsergebnis stagnieren.

Allerdings hatte der Konzern bereits Belastungen durch eine neue Steuer in Ungarn angekündigt. In Frankreich macht dem Fernsehkonzern weiterhin das schwache Werbegeschäft zu schaffen. Auch das Produktionsgeschäft der Tochter Fremantle Media lief im ersten Halbjahr nicht rund.

Die größten deutschen Medienkonzerne (Umsatz 2013)

Platz 10 – Funke Mediengruppe

Umsatz: 1,2 Milliarden Euro*

Platz 9 – Verlagsgruppe Weltbild

Umsatz: 1,59 Milliarden Euro*

Platz 8 – Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck

Umsatz: 1,88 Milliarden Euro*

Platz 7 – ZDF

Umsatz: 2,01 Milliarden Euro

Platz 6 – Bauer Media Group

Umsatz: 2,4 Milliarden Euro

Platz 5 – Hubert Burda Media

Umsatz: 2,45 Milliarden Euro*

Platz 4 – ProSieben Sat.1

Umsatz: 2,61 Milliarden Euro

Platz 3 – Axel Springer

Umsatz: 2,8 Milliarden Euro

Platz 2 – ARD

Umsatz: 6,28 Milliarden Euro

Platz 1 – Bertelsmann

Umsatz: 16,36 Milliarden Euro

Quelle

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

*Für diese Konzerne lagen die Umsatzzahlen von 2013 bei der Publikation im Mai noch nicht vor. In diesen Fällen wurden die zuletzt veröffentlichten Umsatzzahlen als Grundlage genommen.

Der gesenkte Ausblick schickte RTL-Papiere am Donnerstag auf Talfahrt. Die Aktien des Fernsehkonzerns rutschten um bis zu 8,7 Prozent auf 73,48 Euro ab und markierten damit den tiefsten Stand seit dreieinhalb Monaten. Im MDax waren sie der mit Abstand schwächste Wert.

Der Gewinnrückgang ist laut DZ-Bank-Analyst Harald Heider zwar teilweise auf Einmaleffekte zurückzuführen. Allerdings weise auch die operative Entwicklung insgesamt nur eine geringe positive Dynamik auf. Der Experte bekräftigte seine Verkaufsempfehlung für die Aktien.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×