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24.06.2015

12:24 Uhr

Produktionsfirma Brainpool

Raab-Rückzug kostet 80 Arbeitsplätze

VonKai-Hinrich Renner

Brainpool produziert bisher 200 Stunden Programm im Jahr mit Stefan Raab. Ob irgendeines dieser Formate 2016 ohne den Entertainer fortgeführt wird, ist ungewiss. Die Firma hat deshalb 80 Mitarbeitern gekündigt.

Der Abschied des Entertainers kostet bei Brainpool 80 Jobs. dpa

Stefan Raab

Der Abschied des Entertainers kostet bei Brainpool 80 Jobs.

HamburgDie Kölner Produktionsgesellschaft Brainpool hat wegen des angekündigten Rückzugs von Stefan Raab aus dem Fernsehgeschäft 80 ihrer 230 Mitarbeiter zum Jahresende betriebsbedingt gekündigt. Das sagte eine Unternehmenssprecherin dem Handelsblatt und bestätigte damit einen Bericht des Branchendienstes DWDL. Die Mitarbeiter wurden am Dienstagvormittag über diesen Schritt unterrichtet.

Betroffen von den Kündigungen sind nicht nur die Mitarbeiter von Raabs Late-Night-Show „TV Total“, die bisher vier Mal die Woche bei Pro Sieben läuft. Auch andere Beschäftigte, die bisher für die Formate des Entertainers arbeiten, müssen gehen. Insgesamt füllt Raab mit Shows wie „Bundesvision Songcontest“, „Schlag den Raab“, „Wok WM“ und eben „TV Total“ jährlich etwa 200 Stunden im Programm von Pro Sieben. Ob einige dieser Sendungen 2016 nach dem Rücktritt Raabs fortgesetzt werden und, wenn ja, welche ist derzeit völlig ungewiss.

Verkündet wurden die Stellenstreichungen von den Brainpool-Geschäftsführern Jörg Grabosch und Andreas Scheuermann. Raab selbst erschien nicht. Das kam bei der Belegschaft nicht sonderlich gut an: Der 48-Jährige hält – ebenso wie die Geschäftsführer und der Produzent Ralf Günther – 12,5 Produzent der Brainpool-Anteile. Hauptgesellschafter der Firma ist die Produktionsgesellschaft Banijay Entertainment, der 50 Prozent der Brainpool-Anteile gehören.

Brainpool setzte laut Bundesanzeiger 2013 fast 91 Millionen Euro um, der Jahresüberschuss lag bei 10,5 Millionen. Dass die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 27 Prozent sanken, lag ebenfalls an Raab: Er hatte 2013 die für Brainpool lukrative Produktion der Ausscheidungsshows für den deutschen Beitrag beim European Song Contest (ESC) aufgegeben, die bei ARD und Pro Sieben liefen.

Kommentare (2)

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Herr Helmut Paulsen

24.06.2015, 12:55 Uhr

Das Schlechteste von Raab war die Werbung für den EHLENDEN EUROPA_SONG_CONTEST. Diese ehlende Schmierenkomödie im Auftrage der EU-Propaganda. Das hätte er lassen sollen !

Das Beste ist, dass er endlich aufhört, weil RTL, PRO7 usw alle unterwandert werden von Propaganda, Politik, Bertelsmann usw. um den Menschen Freiheit, Souränität, Werte und Moral abzugewöhnen (...)

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich. 

Herr Helmut Paulsen

24.06.2015, 12:55 Uhr

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