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22.08.2014

12:47 Uhr

Produktionsrückstand

Start von iPhone6 womöglich in Gefahr

Weil Zulieferer laut Insidern Probleme mit der Produktion haben, könnte sich der Start des iPhone6 verzögern. Bislang rechnen Fachleute mit der Präsentation des Smartphones in zwei Varianten am 9. September.

Apples aktuelles iPhone 5C wartet auf seinen Nachfolger. dpa

Apples aktuelles iPhone 5C wartet auf seinen Nachfolger.

TokioZulieferer für das neue iPhone6 von Apple kämpfen Insidern zufolge derzeit mit einem Produktionsrückstand. Unklar sei, ob dies den für nächsten Monat geplanten Start des Smartphones verzögern könnte, sagten mehrere Experten aus dem Umfeld der Lieferkette zur Nachrichtenagentur Reuters. Offen sei auch, ob dadurch zunächst weniger neue Exemplare auf den Markt kämen. Der US-Konzern hat die Medien für den 9. September eingeladen. Fachleute erwarten, dass das neue iPhone6 dann in zwei Varianten vorgestellt wird – mit einem knapp zwölf und einem rund 14 Zentimeter großen Bildschirm. Bei den aktuellsten Modellen 5s und 5c sind es nur etwa zehn Zentimeter.

Apple will mit den größeren Bildschirmen wieder mehr Kunden anlocken sowie der Billiganbieter-Konkurrenz verloren gegangene Marktanteile abjagen. Bei der Produktion des Bedienungsfeldes des neuen Smartphones habe es Probleme gegeben, da die Beleuchtung für den Bildschirm überarbeitet werden musste, sagten zwei Insider. Dies habe den Zusammenbau im Juni und Juli teilweise ins Stocken gebracht. Inzwischen sei man bemüht, den Rückstand wettzumachen.

Der globale Smartphone-Markt

Gesamtmarkt

Der Smartphone-Markt wuchs 2013 rasant: Die Hersteller setzten laut dem Marktforscher Gartner 968 Millionen Geräte ab, ein Plus von 42,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt verkauften die Unternehmen 1,8 Milliarden Mobiltelefone, also erstmals mehr Smartphones als einfache Handys.

Samsung

Nach Stückzahlen ist inzwischen Samsung die unangefochtene Nummer eins unter den Smartphone-Herstellern. Die Südkoreaner verkauften im vergangenen Jahr nach Schätzungen der Marktforschungsfirma Gartner 300 Millionen Computer-Handys. Damit kam fast jedes dritte weltweit verkaufte Smartphone von Samsung, wobei der Marktanteil leicht sank. Insgesamt setzte der Konzern 444 Millionen Handys ab.

Apple

Apple war 2013 mit knapp 151 Millionen verkauften iPhones die Nummer zwei im Smartphone-Markt, der Marktanteil rutschte jedoch auf 15,6 Prozent ab.

LG

Fast gleichauf mit Huawei war LG Electronics. Der südkoreanische Hersteller verkaufte rund 46 Millionen Smartphones und verdoppelte fast damit den Absatz, der Markanteil liegt nun bei 4,8 Prozent. Einschließlich einfacher Mobiltelefone verkaufte LG 69 Millionen Geräte (3,8 Prozent Marktanteil).

Lenovo

Lenovo ist bislang vom chinesischen Heimatmarkt abhängig. Der Konzern verkaufte 2013 knapp 44 Millionen Smartphones (4,5 Prozent Marktanteil). Mit der Übernahme von Motorola dürfte der Konzern aber den Absatz künftig deutlich steigern.

ZTE

ZTE verkaufte im zweiten Quartal 10,1 Millionen Smartphones, ein deutliches Plus von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Marktanteil liegt bei 4,2 Prozent. Insgesamt setzte der chinesische Hersteller 15,3 Millionen Handys ab.

Nokia

Nokia war 2013 mit 250 Millionen Geräten und 13,9 Prozent Marktanteil immer noch der zweitgrößte Handyhersteller, verlor aber weiter an Boden. Im lukrativen Smartphone-Markt läuft das Unternehmen unter „ferner liefen“. Die Gerätesparte übernimmt Microsoft.

Sonstige

Viele Unternehmen mit klangvollen Namen haben derzeit weniger als 4 Prozent Marktanteil, darunter Sony, HTC und Blackberry.

Den Insidern zufolge liefern Japan Display, Sharp und der südkoreanische Konzern LG Display die Bildschirme für das iPhone6. Sowohl die drei Konzerne als auch Apple lehnten eine Stellungnahme ab.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Thomas Ungläubig

22.08.2014, 19:06 Uhr

»Der US-Konzern hat die Medien für den 9. September eingeladen«.

Das heisst ja nicht, dass auch der Verkauf am 9.9. startet – oder?

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