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04.10.2011

16:59 Uhr

Produktvorstellung

Warten auf das Billig-iPhone

VonAxel Postinett, Nils Rüdel

Apple stellt heute sein neues iPhone vor - Experten erwarten zusätzlich eine Billigversion. Die könnte entscheidend sein für die Zukunft des erfolgsverwöhnten Konzerns, denn die Konkurrenz führt einen harten Preiskampf.

Warten aufs neue iPhone? Nicht unbedingt: Dieser chinesische Arbeiter ruht sich vor dem neuen Apple-Store in Shanghai aus. dapd

Warten aufs neue iPhone? Nicht unbedingt: Dieser chinesische Arbeiter ruht sich vor dem neuen Apple-Store in Shanghai aus.

San Francisco/WashingtonSieht das neue iPhone aus wie das aktuelle, oder doch ganz anders? Mit größerem Display vielleicht, das auch noch bruchsicher ist? Hat es einen schnelleren Prozessor, mehr Speicher und eine bessere Kamera, oder doch nicht? Wird es eine Billig-Version des Kult-Smartphones geben? Oder gibt es am Ende vielleicht gar kein neues iPhone?

Wer den Markt der Smartphones regiert

Apple

Platz 1: Mit einem Marktanteil von 18,4 Prozent führte Apple im zweiten Quartal des Jahres den Smartphone-Markt an. Insgesamt 20, 34 Millionen Smartphones lieferte der Hersteller in diesem Zeitraum an den weltweiten Handel. Im Vergleich zum ersten Quartal entspricht das einer Steigerung von über neun Prozent. Verglichen mit dem Vorjahr konnte Apple damit sogar eine Steigerung von über 140 Prozent erzielen.

Samsung

Platz 2: Direkt hinter Apple reiht sich der südkoreanische Rivale Samsung mit einem Marktanteil von 17,8 Prozent ein. Insgesamt 19,6 Millionen Smartphones brachten die Koreaner im zweiten Quartal in den weltweiten Handel. Damit hat sich der Hersteller selbst übertroffen: Im Vergleich zum ersten Quartal entspricht das einer Steigerung von fast 56 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr ist das sogar eine 600-prozentige Steigerung.

Nokia

Platz 3: Mit einem Marktanteil von 15,1 Prozent hat es Nokia trotz der Verluste bei den Smartphones im zweiten Quartal noch unter die drei Besten geschafft. 16,7 Millionen Modelle lieferte der Hersteller aus - das sind 31 Prozent weniger als noch im ersten Quartal.

RIM

Platz 4: Ebenfalls Verluste machte RIM im zweiten Quartal des Jahres. Mit 13,2 Millionen ausgelieferten Smartphones erreichte der Hersteller einen Marktanteil von 12 Prozent, musste im Vergleich zum Quartal zuvor aber einen Rückgang von fast 11 Prozent in Kauf nehmen.

HTC

Platz 5: Der Marktanteil der HTC-Smartphones lag im zweiten Quartal bei 10,8 Prozent. Insgesamt fast 12 Millionen Modelle brachte der Hersteller in den Handel und steigerte damit sein Ergebnis aus dem Quartal zuvor um fast 25 Prozent.

Motorola

Platz 6: Motorola-Smartphones erreichten im zweiten Quartal einen Marktanteil von 4 Prozent. 4,4 Millionen Modelle brachte der Hersteller in diesem Zeitraum in den weltweiten Handel und steigerte sein Ergebnis aus dem ersten Quartal damit um mehr als sieben Prozent.

Sharp

Platz 7: Der japanische Elektronikkonzern Sharp hat mit 1,48 Millionen ausgelieferten Smartphones im zweiten Quartal einen Marktanteil von 6,8 Prozent erreicht. Im Vergleich zum ersten Quartal konnte der Konzern sein Ergebnis um 1,3 Prozent steigern.

Andere

Unter ferner liefen: Alle anderen, weniger nennenswerten Hersteller machten im zweiten Quartal mit rund 22,7 Millionen ausgelieferten Smartphones zusammengenommen einen Marktanteil von 20,6 Prozent aus. Im Vergleich zum Quartal zuvor entspricht das einer Steigerung von fast 31 Prozent. Betrachtet man den gesamten Markt, so wurden im zweiten Quartal weltweit über 1,1 Milliarden Smartphones der verschiedenen Hersteller ausgeliefert. Im Vergleich zum ersten Quartal entspricht das einer Steigerung von 7,5 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr ist es sogar eine Steigerung um rund 82 Prozent.

Seit Monaten beschäftigen sich Technologieblogs und Fachmedien mit diesen Fragen. Kein Unternehmen der Welt versteht es, seine Kunden und Noch-nicht-Kunden derart anzustacheln – ein versteckter Hinweise hier, eine Indiskretion dort. Schon Monate bevor ein neues Produkt überhaupt vorgestellt wird. Das kann nur Apple. 

Am heutigen Dienstag, 19 Uhr deutscher Zeit, wird der IT-Konzern nun den Mantel des Schweigens lüften. Der neue Apple-Chef Tim Cook (oder doch vielleicht Marketingchef Phil Schiller?) wird im kalifornischen Cupertino nach Meinung der allermeisten Experten die neueste Generation des iPhones vorstellen. Außerdem wahrscheinlich eine erschwingliche Version des Smartphones. 

Klar ist bisher nur so viel: Die neue iPhone-Strategie wird entscheidend sein für Apples Zukunft auf dem riesigen Smartphone-Markt. Der Erfolg ist so wichtig für die weitere Entwicklung des Konzerns wie der Golf für Volkswagen.

Denn die Konkurrenz ist stärker denn je. Angreifbar ist Apple vor allem auf dem Markt für preisgünstige Smartphones. Während der IT-Konzern beim Musikspieler iPod durch sein breites Angebot unterschiedlicher Preise die  Konkurrenz praktisch eliminiert hat, ist das iPhone noch immer vergleichsweise teuer.

Kommentare (3)

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Strahlenwert

04.10.2011, 17:34 Uhr

Der Krebs lässt grüßen.
Schöne neue Digitalidiotenwelt, Krankheit und Tod ingegriffen.
Früher war doch alles besser.
Da konnte man mit 30 Pfennig in einer öffentlichen Telefonzelle telefonieren und ich habe dabei nicht meine Gesundheit ruiniert. Und Bewegung hatte ich auch noch.

goingdown

04.10.2011, 20:39 Uhr

anstatt eines iphone 5 gibt es nur ein billiges 4s mit einer besseren kamera und und einem neuen prozessor. gute nacht apple es geht sooooo abwärts!

Account gelöscht!

05.10.2011, 09:39 Uhr

Sie glauben nicht ernsthaft was sie da schreiben oder?
Lächerlich, einfach nur lächerlich was manche Leute so alles glauebn.
Glauben sie mir, es gibt massenhaft Produkte die Sie jeden Tag konsumieren und die weit gefährlicher sind.
Tatsächlich ist alles auf dieser schönen Welt krebserregend - nur manches eben ein bisschen mehr.

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