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10.06.2011

11:35 Uhr

Prognose

Fast eine Milliarde Smartphones bis 2015

Marktforscher erwarten ein rasantes Wachstum im Smartphone-Segment. Analysten von IDC sehen dabei das Google-Betriebssystem Android über Jahre hinweg an der Spitze.

Ein iPhone von Apple und ein Samsung Galaxy. Quelle: Reuters

Ein iPhone von Apple und ein Samsung Galaxy.

FraminghamSmartphones sind weltweit auf dem Vormarsch und setzen sich im traditionellen Handy-Markt immer mehr durch. Der Markt der leistungsfähigen Mobiltelefone wird nach einer aktuellen Erhebung der Marktforscher von IDC in diesem Jahr um 55 Prozent auf 472 Millionen Geräte wachsen.

Bis 2015 erwartet IDC, dass sich der Absatz noch einmal auf 982 Millionen Geräte verdoppelt. Damit werde der Markt der Smartphones viermal schneller zulegen als der traditionelle Handy-Markt, teilte IDC mit.

„Die Smartphone-Fluttore sind weit geöffnet“, sagte IDC-Analyst Kevin Restivo. Starkes Wachstum zeichne sich vor allem in den sich noch entwickelnden Märkten wie in Asien oder in Lateinamerika ab, wo die leistungsfähigen Mobiltelefone mit Computerfunktionen noch nicht besonders weit verbreitet sind.

Die Verbraucher achten derzeit besonders darauf, was die einzelnen Betriebssysteme an Funktionen und Möglichkeiten bieten. Das Google-System Android dürfte seine führende Position im Markt weiter ausbauen und dank der zahlreich verfügbaren Geräte in diesem Jahr 38,9 Prozent Marktanteil erreichen.

Nachdem Microsoft mit seinen Mobil-Betriebssystemen lange drohte, komplett den Anschluss zu verlieren, dürfte der Softwarekonzern nun auf der Überholspur fahren. Noch rangiert Microsoft mit einem Anteil von 3,8 Prozent weit abgeschlagen auf dem fünften Platz. Bis 2015, so die Erwartungen der Analysten, werden Windows Mobile und das neue Windows Phone 7 mit einem Marktanteil von 20,3 Prozent Apples iPhone-Betriebssystem iOS (16,9 Prozent) vom zweiten Platz verdrängt haben.

Vor rund einem Monat hatten auch die Marktforscher bei Gartner dem iOS ein leicht schwächeres Wachstum prognostiziert. Als Grund nannte Gartner das Interesse von Apple, statt unbedingt Marktanteile lieber hohe Margen erzielen zu wollen.

Von

dpa

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