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07.01.2013

07:08 Uhr

Prognose für 2013

China rettet die Technologiebranche

VonChristof Kerkmann

Weil die Wirtschaft in den Industrieländern schwächelt, werden China und Indien für die Elektronikbranche immer wichtiger. Während Smartphones und Tablets boomen, schwächelt das Geschäft mit Fernsehern.

Zur Eröffnung der Leitmesse CES in Las Vegas geben sich die Hersteller vorsichtig optimistisch - dank dem Wachstumstreiber China. Reuters

Zur Eröffnung der Leitmesse CES in Las Vegas geben sich die Hersteller vorsichtig optimistisch - dank dem Wachstumstreiber China.

Las VegasDie Technologie-Branche darf nach dem Krisenjahr 2012 wieder auf moderates Wachstum hoffen – China sei Dank. Während die Nachfrage in Westeuropa und den USA nur gering zulegen wird, ist in den Schwellenländern ein kräftiges Plus zu erwarten.

Weltweit steige der Umsatz mit Unterhaltungselektronik um 4 Prozent auf 1,1 Billionen Dollar, prognostizierten der US-Branchenverband CEA und der Marktforscher GfK am Sonntag zum Auftakt der Messe CES in Las Vegas. Damit erreicht das Geschäft mit Smartphones, Computern und Fernsehern ein Rekordniveau. Im Vorjahr musste die Branche ein Minus von einem Prozent verkraften.

PC-Markt Deutschland

Nicht gut in Form

Der PC-Markt in Deutschland ist umkämpft. Der Absatz ist im dritten Quartal 2012 um 19 Prozent auf 2,68 Millionen Computer gesunken, wie das auf IT-Themen spezialisierte Marktforschungsunternehmen Gartner ermittelt hat. Belebung könnte allerdings die Markteinführung des neuen Microsoft-Betriebssystems Windows 8 gebracht haben – diese schlägt sich in den Zahlen noch nicht nieder.

Nummer 1: Lenovo

Die Nummer 1 in Deutschland ist Lenovo. Das chinesische Unternehmen verkaufte zwischen Juli und September 421.000 Geräte, ähnlich viele wie im Vorjahreszeitraum. Da der Markt schrumpfte, konnte Lenovo seinen Anteil damit auf 15,8 Prozent steigern.

Nummer 2: Acer

Acer musste massive Einbußen von mehr als 11 Prozent hinnehmen, verzeichnet aber trotzdem mit 14,7 Prozent etwas mehr Marktanteil als noch vor einem Jahr. 392.000 Geräte verkaufte das taiwanische Unternehmen in Deutschland.

Nummer 3: Hewlett-Packard

Noch bitterer lief es für Hewlett-Packard, einst die Nummer 1 im PC-Markt: Der US-Hersteller verkaufte im dritten Quartal nur noch 336.000 PCs, fast ein Drittel weniger als im Vorjahr. Der Marktanteil schrumpfte auf 12,6 Prozent.

Nummer 4: Dell

Dell verkaufte 206.000 PCs, rund 35.000 weniger als im dritten Quartal des Vorjahres – da andere Hersteller größere Einbußen hatten, stieg der Marktanteil damit aber leicht auf 7,7 Prozent.

Nummer 5: Asus

Ein besonders schlechtes Jahr hatte Asus: Der Absatz brach um 37,8 Prozent auf 196.000 Geräte ein. Marktanteil: 7,3 Prozent.

„China wird der weltweit größte Wachstumstreiber bleiben“, sagte GfK-Forscher Steve Bambridge. Vor allem die urbane Mittelklasse gebe Geld für Elektronik aus. Und diese Gruppe wachse rasant – Insgesamt erwarten die Marktforscher in den Schwellenländern ein Umsatzplus von 9 Prozent.

In den Industrieländern ist weiterhin die Krise spürbar, wenn auch nicht mehr so stark wie 2012. Weil die Verbraucher das Geld zusammenhalten, dürfte die Branche in Westeuropa um nur ein Prozent zulegen, in den USA immerhin um zwei bis drei Prozent.

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