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16.05.2018

15:37 Uhr

PUBG, Fortnite und Honour of Kings

Smartphone-Spiele bescheren Tencent einen Milliardengewinn

Der chinesische Technologieriese Tencent kann den Gewinn im ersten Quartal deutlich steigern. Die Investitionen der WeChat-Gründer zahlen sich aus. In manchen Bereichen stößt das Unternehmen aber an seine Grenzen.

In China gewinnen mobile Spiele wie Fortnite an Relevanz. Bloomberg

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In China gewinnen mobile Spiele wie Fortnite an Relevanz.

DüsseldorfDie Leidenschaft der Chinesen für Spiele auf dem Smartphone befeuern den Gewinn des chinesischen Technologiekonzerns Tencent. Der Umsatz legte im ersten Quartal um 48 Prozent auf 73,5 Milliarden Yuan (rund 9,7 Milliarden Euro) zu. Der Gewinn schnellte sogar um 61 Prozent in die Höhe und summierte sich auf 23,3 Milliarden Yuan (3,1 Milliarden Euro).

Chinas größtes soziales Netzwerk, zu dem auch der Messaging-Dienst WeChat gehört, profitiert dabei vor allem von seinen Investitionen der vergangenen Jahre. Tencent hatte zuletzt verstärkt Geld in die Entwicklung vielversprechender Online-Spiele gesteckt: Für den chinesischen Markt sicherte sich Tencent die Rechte für den Shooter PlayerUnknown’s Battlegrounds (PUBG) und Fortnite und entwickelte Smartphone-Versionen davon.

„Das Wachstum bei Handyspielen war sehr groß“, sagt Benajmin Wu, Analyst von Pacific Epoch. In den Ferien zum Jahresbeginn verbringen Chinesen mehr Zeit mit ihrem Smartphone – und damit auch mit Online-Spielen.

Die Umsätze der Geschäftssparte „Value Added Services“, zu der Online-Spiele und Messaging gehören, stieg um 34 Prozent auf 46,9 Yuan (6,2 Milliarden Euro) und ist damit für zwei Drittel des Gesamtumsatzes verantwortlich.

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Allein der Bereich Smartphonespiele konnte um 68 Prozent zulegen. Besonders erfolgreich war der Titel „Honour of Kings“, ein Klon des erfolgreichen Desktop-Spiels „League of Legends“, dessen Entwickler Tencent im Jahr 2015 übernommen hatte.

Erfolge können die Tencent-Aktionäre gut gebrauchen. Denn verglichen mit anderen chinesischen Erfolgsunternehmen schneidet die Aktie in diesem Jahr bislang enttäuschend ab. Während Alibaba den Börsenwert seit Jahresbeginn um 14 Prozent steigern konnte, hat die Tencent-Aktie 2,4 Prozent an Wert verloren.

Denn das Wachstum von Tencent stößt in manchen Bereichen auch an seine Grenzen. Man habe etwa die maximale Zahl für Anzeigen im WeChat-Messenger erreicht, teilte Tencent am Mittwoch mit. Und auch die Ausgaben der Chinesen stiegen durch die zahlreichen Investitionen um 51 Prozent.

Auf dem Heimatmarkt bleibt Tencent aber das Maß aller Dinge. Mit 1,04 Milliarden aktiven Nutzern pro Monat ist WeChat der erfolgreichste Messenger im chinesischen Markt. Auch das soziale Netzwerk QQ kommt auf 805,5 Millionen Nutzer. Zum Vergleich: Marktführer Facebook erreicht weltweit etwa 2,2 Milliarden aktive Nutzer im Monat.

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