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29.04.2011

11:11 Uhr

Public-Viewing

Kinos setzen auf die Prinzen-Hochzeit

VonHans-Peter Siebenhaar , Hans-Peter Siebenhaar

Das Kinojahr läuft schleppend an. Um so gieriger stürzt sich die Branche auf das Mega-Event des Jahres. Mit Live-Übertragungen der Prinzenhochzeit wollen die Kinoetreiber das Publikum in die Säle locken.

Ein Plakat, das die Live-Übertragung der Hochzeit des britischen Prinzen William und Kate Middleton ankündigt. Quelle: dapd

Ein Plakat, das die Live-Übertragung der Hochzeit des britischen Prinzen William und Kate Middleton ankündigt.

Düsseldorf Die Hochzeit von William und Kate am heutigen Freitag soll auch für die deutschen Kinos ein Festtag werden. Die Kinokette Cinemaxx überträgt die Traumhochzeit in 16 Städten, darunter Berlin, Hamburg, Hannover und Stuttgart, live auf der Leinwand. Von der Ankunft der Gäste in der Westminster Abbey bis zum Hochzeitskuss auf dem Balkon des Buckingham-Palasts können die Kinobesucher das Jahrhundertereignis überlebensgroß mitverfolgen. Zur Zielgruppe gehören vor allem Frauen. "Der Kartenverkauf läuft richtig gut", sagt ein Unternehmenssprecher.

Für die Kinobranche haben Live-Übertragungen eine hohe strategische Bedeutung. Cinemaxx, die Filmtheatertochter des Münchener Medienunternehmers Herbert Kloiber, will sich damit ein neues Standbein aufbauen. "Wir arbeiten an einem neuen Geschäftsmodell mit alternativen Inhalten", sagte ein Konzernsprecher. Neben traditionellen Kinostreifen und 3-D-Filmen plant Cinemaxx, verstärkt Live-Events zu übertragen, um neue Zielgruppen in die Multiplexe zu locken.

Derzeit verhandelt Cinemaxx über Live-Übertragungen von Sportereignissen. Diese sollen in 3-D ausgestrahlt werden. Genauere Angaben wollte ein Unternehmenssprecher nicht machen. Cinemaxx ist mit 120 3-D-Leinwänden in 34 Multiplexen der Marktführer im dreidimensionalen Bereich in Deutschland. Cinemaxx hatte bereits im vergangenen Jahr die Fußball-Weltmeisterschaft ins Kino geholt.

Cinemaxx arbeitet bei der heutigen Live-Übertragung der royalen Hochzeit mit dem Zeitschriftenkonzern Gruner + Jahr und dessen Klatschblatt "Gala" zusammen, um mehr Zuschauer in die Filmsäle zu locken. Die Kinobesucher erhalten daher eine Sonderausgabe des Glamourmagazins. Gruner + Jahr verspricht sich durch die Kooperation nach Angaben einer Verlagssprecherin einen Werbeeffekt für die Zeitschrift. "Gala" hatte zuletzt eine verkaufte Auflage von knapp 316000.

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