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12.10.2013

13:55 Uhr

PwC-Studie

Musikbranche könnte Talfahrt beenden

Illegale Downloads trieben die Musikindustrie ins Verderben. Damit könnte es bald vorbei sein: Laut einer Studie der Wirtschaftsprüfer von PricewaterhouseCoopers führt das Plus im Digitalgeschäft zu steigenden Umsätzen.

Dienste wie Spotify und iTunes bescheren der Musik-Industrie große Einnahmen im Digitalbereich. dpa

Dienste wie Spotify und iTunes bescheren der Musik-Industrie große Einnahmen im Digitalbereich.

DüsseldorfDer jahrelange Abwärtstrend in der deutschen Musikindustrie könnte laut einer Studie in diesem Jahr gestoppt werden. Der Umsatz mit CDs und digitalen Downloads wachse erstmals nach zehn Jahren insgesamt wieder, berichtet die „WirtschaftsWoche“ unter Berufung auf eine Studie der Wirtschaftsprüfer von PricewaterhouseCoopers (PwC). Demnach ist das Plus im Digitalgeschäft erstmals größer als das Minus bei physischen Tonträgern wie CDs oder Vinyl-Platten. Dieser Trend wird laut PwC anhalten: Bis 2017 werde ein Wachstum des deutschen Musikmarktes von durchschnittlich 0,8 Prozent pro Jahr erwartet.

Damit würde sich Deutschland als Europas größter Musikmarkt einer weltweiten Entwicklung anschließen: Der Studie zufolge melden bereits neun der weltweit 20 größten Märkte wieder steigende Umsätze. Besonders kräftig sei das Plus in Ländern wie Indien, China oder Indonesien.

Die größten Medienkonzerne der Welt (nach Umsatz 2012)

Comcast/NBC, LLC

48,7 Milliarden Euro

Google

39,1 Milliarden Euro

Walt Disney

32,9 Milliarden Euro

News Corp.

26,2 Milliarden Euro

Time Warner

22,4 Milliarden Euro

Viacom/CBS Corp.

22,4 Milliarden Euro

Sony Entertainment

16,8 Milliarden Euro

Bertelsmann

16,1 Milliarden Euro

Vivendi

13,3 Milliarden Euro

Dish Network Corp.

11,1 Milliarden Euro

Rang 11 bis 20

Cox Enterprises 10,6 Milliarden Euro

Thomson Reuters 10 Milliarden Euro

Rogers Comm. 9,7 Milliarden Euro

Liberty Media Corp. 9,4 Milliarden Euro

Reed Elsevier 7,5 Milliarden Euro

Pearson 7,5 Milliarden Euro

Lagardère Media 7,4 Milliarden Euro

Nippon Hoso Kyokai 6,4 Milliarden Euro

ARD 6,3 Milliarden Euro

Bloomberg 6,2 Milliarden Euro

Quelle: Unternehmen

Zur neuen Strategie der Musikkonzerne zählt, weniger auf den Verkauf der Musik zu setzen als auf das „Drumherum“ wie Fanartikel, Dienstleistungen für Künstler sowie Kooperationen mit TV-Sendern und Unternehmen, die Musik für ihre Werbung nutzen. Für Musiker und DJs wiederum werden die Live-Auftritte immer wichtiger. Seit dem Allzeithoch Ende der 1990er hat die Branche weltweit rund die Hälfte ihres Umsatzes eingebüßt.

Von

dpa

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