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18.01.2011

21:44 Uhr

Quartalsbericht

Apple schiebt Sorgen um Jobs mit Rekordzahlen beiseite

VonAxel Postinett

Apple ist so stark wie nie zuvor. Das Unternehmen kann die hohen Erwartungen sogar noch übertreffen. Doch überschattet werden die am Dienstagabend vorgelegten Rekordzahlen von anderen Fragen: Wie geht es Steve Job? Und wie kommt Apple mit dem Rückzug des gesundheitlich angeschlagenen Chefs klar?

Jobs' Krankheit überschattet Apple-Rekordzahlen. Quelle: DAPD

Jobs' Krankheit überschattet Apple-Rekordzahlen.

SAN FRANCISCO. Mit einem erneuten Rekordumsatz von 26,74 Milliarden Dollar im Quartal und einem Nettoergebnis von sechs Milliarden Dollar übertraf Apple am Dienstag die Erwartungen der Wall Street. Im Vorjahresquartal hatte der Umsatz noch bei 15,68 Milliarden Dollar gelegen und der Nettogewinn bei 3,38 Milliarden Dollar. Der Großteil des Wachstums wurde außerhalb der USA erzielt, gut 62 Prozent des Umsatzes kamen aus dem Ausland. Wachstumstreiber waren einmal mehr iPhone und iPad. Der Smartphoneabsatz kletterte um 86 Prozent auf 16,24 Millionen Stück, vom Tablet-Computer iPad wurden 7,33 Millionen abgesetzt.

Für das zweite Quartal des Geschäftsjahres erwartet CFO Peter Oppenheimer einen Umsatz von rund 22 Milliarden Dollar und einen Gewinn pro Aktie von 4,90 Dollar. Im abgelaufenen Weihnachtsquartal lag er bei 6,43 Dollar pro Aktie.

Fragen nach dem Wohlbefinden von Apple-Chef Steve Jobs überschatteten die Bekanntgabe der Zahlen. Die Auszeit von Jobs wirft bei Investoren weiter Fragen nach seiner Gesundheit auf. Die Aktie des iPhone-Herstellers startete am Dienstag mit einem Abschlag von sechs Prozent in den Handel, erholte sich danach aber wieder etwas. Die Entwicklung keines anderen Unternehmens wird so eng mit der Verfassung seiner Führungsfigur verknüpft. Das Unternehmen hatte tags zuvor eine Nachricht des Vorstandschefs und Gründers veröffentlicht, nach der er sich aus gesundheitlichen Gründen wieder aus dem Tagesgeschäft zurückzieht - zum dritten Mal seit 2004.

Nomura-Analyst Richard Windsor sagte, der Markt sehe Jobs als treibende Kraft bei der Ausrichtung der Firma. "Wenn sein Bauchspeicheldrüsenkrebs zurück ist, wäre das wirklich besorgniserregend." Schon vor knapp zwei Jahren verließ Jobs das Unternehmen vorübergehend, um sich einer Lebertransplantation zu unterziehen. Auch nach einer Operation an der Bauchspeicheldrüse im Jahr 2004 nahm er eine Auszeit. Warum genau Jobs die Firma jetzt vorübergehend verlässt, erwähnte er in der Mitteilung an Apple-Angestellte nicht. Er schrieb in der Erklärung von einer "gesundheitlichen Auszeit". Er wird demnach Firmenchef bleiben und bei wichtigen Entscheidungen einbezogen.

Kommentare (3)

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Libor

19.01.2011, 01:12 Uhr

Aplle braucht einen Topmanager, der klar ansagt, welche Geräte gebaut werden und welche nicht und was in ein Gerät hinein gehört und was nicht. Der Lösungsansatz von Google und Yahoo ist selbst für jene Unternehmen nicht vielversprechend, auf eine interne Kollektiventscheidung ist Apple schon gar nicht ausgerichtet. Ein sehr geeigneter Nachfolger schafft es evtl. 2-3 Jahre noch, dann drohen Diadochenkämpfe, wie sie zum Zerfall des Reiches von Alexander dem Großen geführt haben.

aruba

19.01.2011, 08:42 Uhr

Guten Tag,.... ich wette dass interne Rivalen schon die Messer wetzen. Keiner erzaehle mir,.... dass es auch nur im entferntesten Sinne um die Gesundheit des vom Tode gezeichneten Mister Jobs geht. Es geht wie immer;... nur um Macht und Geld. Auch eine Ueberschrift " Sorge " gaukelt eine Welt vor die es nie gab,... nie gibt und nie geben wird. Es geht nur darum sich die Taschen zu fuellen,.. sowohl von Seiten der " Kollegen " wie der Gesellschafter und Aktionaere. basta

Granny Smith

19.01.2011, 09:49 Uhr

Was'n Personenkult um Steve Jobs!
Der iT-Messias tritt ab und seine Jünger reagieren panisch.
Nochmal für alle, damit ihr Appler es endlich kapiert.
beruflich ist JEDE/R ersetzbar, menschlich sieht das anders aus, dort sind wir alle einzigartig.
Also hört auf mit diesem Personenkult, die Applewelt wird ohne Steve Jobs nicht untergehen.


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