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24.04.2013

08:53 Uhr

Quartalsbilanz

Billig-TV-Geräte schmälern Gewinn

Auch der Boom bei Smartphones kann nicht alles ausgleichen: Dass der Preis von TV-Geräten im asiatischen Raum gedrückt wird, spürt die südkoreanische LG Electronics. Die Gewinne sinken–neue Kauflust ist nicht in Sicht.

Von wegen Smart-TV: Die TV-Sparte bereitet LG Electronics die meisten Sorgen, hier herrschen Preiskampf und sinkende Kauflust. AP/dpa

Von wegen Smart-TV: Die TV-Sparte bereitet LG Electronics die meisten Sorgen, hier herrschen Preiskampf und sinkende Kauflust.

SeoulEin Preiseinbruch bei Fernsehern hat dem südkoreanischen Elektronikkonzern LG Electronics im ersten Quartal einen Gewinnrückgang von 13 Prozent eingebrockt. Auch der Umsatzboom bei Smartphones und ein deutliches Gewinnplus in der Handy-Sparte konnte dies nicht ausgleichen, teilte der drittgrößte Smartphone-Hersteller und Samsung-Rivale am Mittwoch mit.

Mit 349 Milliarden Won (rund 240 Millionen Euro) lag das operative Ergebnis aber über den Erwartungen von Analysten. Der niedrige Yen verbilligte auf dem Weltmarkt TV-Geräte der japanischen Konkurrenten. Dadurch hatte LG, die Nummer zwei der Branche, das Nachsehen.

Die größten Handyhersteller

Markt im Wandel

Der Handy-Markt ist im Umbruch: Smartphones verdrängen einfache Mobiltelefone, Samsung gelingt es am besten, sich auf diesen Trend einzustellen. Dagegen kommt kein anderer an – weder Nokia, die einstige Nummer 1, noch Apple mit seinem iPhone.

Samsung

Samsung ist inzwischen mit deutlichem Abstand die Nummer 1: Der südkoreanische Hersteller verkaufte im dritten Quartal 2012 knapp 98 Millionen Geräte, wie der Marktforscher Gartner berichtet. Das entspricht einem Marktanteil von 22,9 Prozent. Auch im lukrativen Smartphone-Markt ist der Konzern gut aufgestellt, er setzte 55 Millionen Geräte ab.

Nokia

Der einstige Weltmarktführer Nokia lässt Federn. Im dritten Quartal 2012 verkaufte er nur noch 82 Millionen Handys (19,2 Prozent Marktanteil). Im Vorjahreszeitraum waren es noch mehr als 105 Millionen Geräte. Darunter waren laut Gartner aber nur 7,2 Millionen Smartphones, die deutlich mehr abwerfen als die Günstig-Handys.

Apple

Apple verkaufte im dritten Quartal 23,6 Millionen Smartphones, ein deutlicher Zuwachs von mehr als 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im Handymarkt hält Apple 5,5 Prozent Marktanteil, im lukrativen Smartphone-Markt sogar 13,9 Prozent.

Research in Motion

Der Blackberry-Hersteller Research in Motion steckt ebenso wie Nokia tief in der Krise. Die Kanadier setzten im dritten Quartal 2012 rund 9 Millionen ihrer E-Mail-Maschinen ab, rund ein Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Marktanteil bei den Handys ist auf 2,1 Prozent geschrumpft, bei den Smartphones sind es immerhin noch 5,3 Prozent.

Sonstige

Der Handymarkt ist schwer umkämpft, Traditionsunternehmen wie Aufsteiger buhlen um die Gunst der Käufer. Der chinesische Hersteller ZTE verkaufte im dritten Quartal 16,7 Millionen Geräte (3,9 Prozent Marktanteil), Huawei 12 Millionen Handys (2,8 Prozent). LG wurde 14 Millionen Geräte los (3,3 Prozent), die Google-Tochter Motorola 8,6 Millionen (2 Prozent), dicht gefolgt von HTC mit 8,4 Millionen.

Zudem wird erwartet, dass der Fernsehabsatz in diesem Jahr stagniert, da die meisten Verbraucher in Industrieländern schon ein Gerät mit Flachbildschirm haben.

Von

rtr

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