Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.10.2015

04:04 Uhr

Quartalsprognose

Samsung rechnet mit kräftigem Gewinnsprung

Samsung übertrifft mit seiner Prognose für das dritte Quartal die Markterwartungen. Der Gewinn soll einen rasanten Sprung machen. Für den Elektronikkonzern wäre das der erste Ergebniszuwachs seit zwei Jahren.

Der Elektronikkonzern Samsung sieht für das dritte Quartal steigende Zahlen. Reuters

Samsung

Der Elektronikkonzern Samsung sieht für das dritte Quartal steigende Zahlen.

SeoulSamsung wittert wieder Morgenluft. Der südkoreanische Elektronikkonzern erwartet nach eigenen Angaben vom Mittwoch für das dritte Quartal einen Anstieg des Betriebsgewinns um 79,8 Prozent auf umgerechnet 5,6 Milliarden Euro verglichen mit dem selben Vorjahreszeitraum. Damit würde der Apple-Rivale die Markterwartungen von umgerechnet rund fünf Milliarden Euro übertreffen.

Es wäre der erste Ergebniszuwachs für Samsung in zwei Jahren. Der Umsatz hat nach Schätzungen des Unternehmens im Zeitraum von Juli bis September um 7,5 Prozent zugelegt. Analysten führten die Verbesserung auf die Markteinführung des Smartphones Galaxy Note 5 und die Abschwächung der südkoreanischen Landeswährung Won zurück.

Smartwatches

Wenn die Uhr schlau wird

Bis vor wenigen Jahren waren Telefone und Computer in der Größe einer Armbanduhr nur Fiktion – „Knight Rider“ lässt grüßen. Doch die Chips werden immer kleiner, leistungsfähiger und billiger. Damit werden Geräte wie Smartwatches technisch möglich und erschwinglich.

Trend zum „Wearable Computing“

Smartwatches sind Teil eines Trends: Computer werden immer kleiner und damit auch immer tragbarer. Neben intelligenten Uhren gibt es beispielsweise auch Fitnessarmbänder und Brillen, die mit Informationstechnologie aufgerüstet sind. Google Glass ist ein bekanntes Beispiel. Die Technologiebranche spricht vom „Wearable Computing“ – und hofft auf einen Wachstumsmarkt.

Ergänzung zum Smartphone...

Was ist überhaupt eine Smartwatch? Der Begriff ist schwer zu fassen. Grundsätzlich gibt es zwei Kategorien. Die meisten Modelle funktionieren nicht eigenständig, sondern sind eine Erweiterung fürs Smartphone und zeigen Termine, E-Mails oder eingehende Anrufe an. Die Daten werden in der Regel per Bluetooth übertragen.

... und Ersatz fürs Handy

Während die meisten Smartwatches eine Erweiterung fürs Smartphone sind, sollen ein paar Modelle das Handy ganz ersetzen. Sie haben ein Mobilfunk-Modul, das Telefonate und die Übertragung von Daten erlaubt. Das gilt etwa für die Gear S von Samsung.

Assistent und Freisprecher

Die Geräte sind unterschiedlich ausgestattet. Einige fungieren als diskrete Sekretäre – sie erinnern an Termine, zeigen eigehende E-Mails an und vermelden Telefonanrufe. Andere eignen sich auch als Freisprecheinrichtung oder als kompaktes Navigationsgerät. Unter Sportlern beliebt sind Spezialgeräte, die den Puls und die Laufstrecke messen.

Der Akku als Schwachpunkt

Die Laufzeit ist bei allen Smartwatches ein Problem: Weil die Geräte so klein sind, lässt sich darin kein großer Akku unterbringen. Daher sind viele Modelle nicht besonders ausdauernd – je nachdem welche Display-Technologie zum Einsatz kommt.

Start-ups und Konzerne

Diverse Unternehmen haben bereits Smartwatches auf den Markt gebracht – Start-ups wie Weltkonzerne. Zu den kleinen Anbietern zählt das Unternehmen Pebble, das über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter seine Anschubfinanzierung gesichert hat. Zahlreiche Elektronikhersteller haben ebenfalls Computer-Uhren entwickelt, von Sony als einem der Pioniere bis zu Apple mit der Apple Watch.

Samsung leidet seit längerem unter der Billigkonkurrenz aus China und dem Konkurrenzkampf mit Apple. Die endgültigen Quartalszahlen will das Unternehmen gegen Monatsende vorlegen. An der Börse in Seoul stiegen Samsung-Aktien im frühen Handel um gut vier Prozent.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×