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16.01.2003

22:55 Uhr

Quartalsverlust

AMD verfehlt Analystenprognosen

Der US-Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) hat im abgelaufenen Quartal auch wegen kostspieliger Stellenstreichungen deutlich höhere Verluste geschrieben als von Analysten erwartet.

Reuters SUNNYVALE. Für das laufende Quartal sagte AMD einen unveränderten bis leicht höherem Umsatz sowie einen saisonal unüblichen Anstieg der Erlöse bei Prozessoren voraus. Im nachbörslichen Instinet-Handel verloren AMD-Aktien zum New Yorker Schlusskurs 0,41 Dollar auf 6,79 Dollar.

Der Nettoverlust im vierten Quartal habe 854,7 (Vorjahreszeitraum minus 15,8) Mill. Dollar oder 2,49 (minus 0,05) Dollar je Aktie betragen, teilte der größte Konkurrent von Branchenprimus Intel am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Vor Sonderposten, davon 330,6 Mill. für Umstrukturierungen, habe der Verlust bei 0,68 Dollar je Aktie gelegen. Auf dieser Basis hatten Analysten mit einem geringeren Minus von 0,42 Dollar gerechnet bei einem Umsatz von 682,8 Mill. Dollar. AMD bezifferte den Quartalsumsatz mit 686,4 (951,9) Mill. Dollar. Der Umsatz mit Prozessoren sei im Quartal um 60 % gestiegen, weil sowohl der Absatz als auch der Durchschnittspreis gestiegen seien. Der Umsatz mit Flash-Speichern, die auch in Handys eingesetzt werden, habe um 15 % zugenommen.

Für das laufende Quartal sei mit den ersten Erfolgen des Kostensparprogramms zu rechnen, teilte AMD weiter mit. Das Unternehmen liege im Plan, die Kostenbasis auf weniger als 800 Mill. Dollar pro Quartal zu senken. Die Nachverhandlung von langfristigen Krediten für eine Chipfabrik in Dresden habe den Finanzbedarf für 2003 um 200 Mill. Dollar reduziert. Durch die Ausgabe einer Wandelanleihe über 400 Mill. Dollar habe der Konzern im vierten Quartal zudem insgesamt liquide Mittel von einer Milliarde Dollar erreicht.

Der weltgrößte Chiphersteller Intel hatte am Dienstag eine über den Analystenprognosen liegende Steigerung des Quartalsgewinns bekannt gegeben. Zugleich hatte das Unternehmen allerdings seine Investitionspläne für das laufende Jahr unerwartet deutlich zurückgeschraubt.

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