Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.11.2011

15:38 Uhr

Quartalszahlen

Anwälte sorgen für Wachstum bei Thomson Reuters

Mit Fachinformationen für Juristen und Wissenschaftler kann Finanzdatenspezialist Thomson Reuters den Umsatz ausbauen. Das Geschäft mit Finanzmarktkunden schrumpft. Trotzdem bleibt unterm Strich ein Gewinn.

Thomson Reuters präsentiert einen Gewinn. Reuters

Thomson Reuters präsentiert einen Gewinn.

New YorkZahlungskräftige Anwaltskanzleien und Steuerberater halten den Finanzdatenspezialisten Thomson Reuters auf Kurs. Umsatztreiber im dritten Quartal war erneut die Sparte Professional, die Fachinformationen für Juristen sowie Wissenschaftler und Firmen anbietet. Sie steigerte ihre Erlöse um zehn Prozent. Schwächer präsentierte sich dagegen das Geschäft mit Finanzmarktkunden, das Konzernchef Tom Glocer seit einigen Monaten umbaut. Hier kletterte der Umsatz wie im Vorquartal um ein Prozent, wie Thomson Reuters am Dienstag in New York mitteilte. Im Mediengeschäft blieb der Umsatz stabil. 

Der operative Konzerngewinn im Kerngeschäft legte um zehn Prozent auf 717 Millionen Dollar zu. Um Sondereffekte bereinigt verdiente das Unternehmen von Juli bis September 0,56 Dollar je Aktie, elf Cent mehr als vor einem Jahr und drei Cent mehr als von Analysten erwartet. Der Konzernumsatz kletterte um fünf Prozent auf 3,26 Milliarden Dollar. An der New Yorker Börse kamen die Ergebnisse zu Handelsbeginn nicht gut an, die Aktie verlor in einem zwei Prozent schwächeren Markt vier Prozent auf 28,50 Dollar. 

„Ich bin zufrieden mit unserer Geschäftsentwicklung im dritten Quartal“, sagte Glocer. „In dem Zeitraum haben wir auch Änderungen der Strategie und Organisation sowie bei den Produkten im Konzernbereich Markets angestoßen, um die teils nicht zufriedenstellende Entwicklung dort anzugehen“, erklärte Glocer. „Wir erwarten, dass diese Änderungen 2012 die Verkäufe ankurbeln und sich 2013 positiv auf den Umsatz auswirken.“ Die Prognose für das Gesamtjahr 2011 bekräftigte der Konzernchef: Der Umsatz soll um einen mittleren einstelligen Prozentbetrag zulegen. 

Glocer will die Sparte Markets, die Finanzmarktkunden, Unternehmen und Medien mit Nachrichten, Handelsplattformen und Daten beliefert, mit der zweiten Säule Professional verschmelzen. Markets spürt weiter stark den Sparkurs der Banken, die Tausende Arbeitsplätze abbauen und nicht mehr investieren wie in Zeiten vor der Finanzkrise. Zuletzt kündigten Credit Suisse, UBS und Deutsche Bank an, im Investmentbanking den Rotstift anzusetzen. 

Glocer sieht aber auch hausgemachte Gründe: „Die Bedingungen in einigen unserer Märkte waren schwierig, aber diese Entschuldigung ist nicht gut genug, denn einige Konkurrenten habe ihre Geschäfte dennoch ausgebaut.

 

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×