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24.07.2013

00:54 Uhr

Quartalszahlen

Apple sorgt für Erleichterung

Die Anleger an den Börsen in New York und Frankfurt haben um Apple gezittert. Mit seinen Zahlen nimmt der iPhone-Hersteller den Zweiflern etwas Wind aus den Segeln. Schon kursieren Gerüchte über ein neues Produkt.

Quartalszahlen

Katerstimmung bei Apple

Quartalszahlen: Katerstimmung bei Apple

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Cupertino/New YorkDas Wachstum bei Apple kommt zum Erliegen - und dennoch sorgten die Zahlen für Erleichterung an der Wall Street. Im dritten Geschäftsquartal (bis Ende Juni) lag der Umsatz des iPhone- und iPad-Herstellers bei 35,3 Milliarden Dollar und damit kaum höher als im Vorjahreszeitraum. Doch Analysten waren von nur 35,02 Milliarden Dollar an Umsatzerlösen ausgegangen.

Der Gewinn schrumpfte sogar das zweite Mal in Folge. Er lag um 22 Prozent niedriger bei unterm Strich 6,9 Milliarden Dollar (5,3 Mrd Euro), wie der Konzern am Dienstag nach Börsenschluss am Sitz in Cupertino mitteilte. Der Gewinn je Aktie belief sich auf 7,47 Dollar. Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Ergebnis je Aktie von 7,32 Dollar gerechnet.

Apple verkauft mittlerweile viele iPad mini, die weniger Geld abwerfen als ein großes iPad oder ein iPhone. Das drückt auf die Margen. Die Börsianer waren dennoch zufrieden: Analysten hatten nach Enttäuschungen in der jüngeren Vergangenheit die Messlatte für Apple vergleichsweise niedrig gelegt und im Durchschnitt nur mit 35,02 Milliarden Dollar gerechnet. Anleger freuten sich zudem über einen gestiegenen iPhone-Absatz. Die Aktie verteuerte sich nachbörslich um 4 Prozent.

Mit den Quartalszahlen setzte sich Apple von der Liste der Technologiekonzerne ab, deren Bilanz schlechter als erwartet ausfiel. Dazu zählten jüngst der Internetkonzern Google und der Softwaregigant Microsoft. Für das laufende Quartal geht Apple von einem Umsatz zwischen 34 und 37 Milliarden Dollar aus.

Apple verkaufte im Quartal 31,2 Millionen iPhones im Vergleich zu 26 Millionen vor einem Jahr. Dagegen schrumpfte die Zahl der insgesamt abgesetzten iPads von 17 Millionen auf 14,6 Millionen. Die Zahl der verkauften Mac-Computer ging leicht zurück von 4 Millionen auf 3,8 Millionen. "Die iPhone-Zahl dürfte einige Investoren erfreut haben, die Sorgen wegen der Nachfrage nach Smartphones hatten. Deshalb steigt auch die Aktie", sagte Cross-Research-Analystin Shannon Cross.

Die Evolution des iPhone

iPhone - die erste Generation

Mit seinem leicht bedienbaren Touchscreen revolutionierte das iPhone die Handybranche. Dabei waren die technischen Daten der ersten Generation noch recht bescheiden: Der Prozessor leistete nur 667 Megahertz, der Arbeitsspeicher war nur 128 Megabyte groß. Den Datenfunk UMTS unterstützte die erste Generation nicht. Trotzdem wurde das Gerät ein riesiger Erfolg.

iPhone 3G

Das zweite Gerät der iPhone-Reihe, vorgestellt im Juni 2008, brachte einige wesentliche Änderungen. Zum einen überarbeitete Apple das Design gründlich. Zum anderen unterstützte das Gerät den Datenfunk UMTS sowie den Datenturbo HSDPA.

iPhone 3GS

Ein Jahr später stellte Apple das iPhone 3GS vor. Am Design änderte sich nichts, allerdings stattete der Hersteller das Gerät mit einem besseren Prozessor und einem größeren Speicher aus. Das suggeriert auch der Name: Das S steht für „Speed“. Zudem war eine Kamera mit 3 Megapixel Auflösung an Bord.

iPhone 4

Mit der vierten Generation, präsentiert im Juni 2010, wagte Apple wieder ein neues Design: Das Gehäuse war kantiger und aus Edelstahl. Zudem verbaute der Hersteller ein Display mit höherer Auflösung. Auch der Prozessor war leistungsfähiger als beim Vorgänger. Der Ansturm auf das Gerät war gewaltig.

iPhone 4S

Äußerlich unterschied sich das iPhone 4S kaum von seinem Vorgänger, das Design blieb weitgehend gleich. Schlagzeilen machte vor allem der persönliche sprachgesteuerte Assistent Siri, der zunächst nur auf dem 4S lief, später aber auch auf anderen iPhone-Modellen. Siri kann Fragen beantworten oder Kommandos ausführen. Die Kamera des iPhone 4S hatte eine Auflösung von 8 Megapixel.

iPhone 5

Das sechste und aktuelle Gerät der Reihe heißt iPhone 5. Es ist etwas länger, aber gleichzeitig dünner als das Vorgängermodell – dadurch ergibt sich ein neues Seitenverhältnis von 16:9. Die 8-Megapixel-Kamera kann Aufnahmen in HD anfertigen. Ein neuer Prozessor soll für mehr Tempo sorgen. In die Kritik geriet Apple, weil vor allem an der schwarzen Variante schnell Abnutzungserscheinungen zu sehen waren. Mit dem iPhone 5 führte Apple auch iOS 6 ein, die neue Version des Betriebssystems, die den vielkritisierten Kartendienst Maps enthält.

iPhone 5C und 5S

Das iPhone 5c und das iPhone 5s waren die Modelle sieben und acht. Das 5c ist die etwas günstigere Variante: Weitgehend ausgestattet wie das iPhone 5, hat es aber ein Gehäuse aus buntem Plastik. Das 5s hat unter anderem einen doppelt so schnellen Chip, eine bessere Kamera und einen Fingerabdrucksensor zur Entsperrung des Gerätes.

Eher enttäuschend wird die Strategie aufgenommen, noch möglichst viel aus dem iPhone herauszuholen und neue Kunden mit größeren Bildschirmen anzulocken sowie - mit Blick auf die käuferstarken Schwellenländer - eine Billig-Version auf den Markt zu bringen. Samsung ist längst zum Branchenprimus bei Smartphones aufgestiegen. Die Südkoreaner, die mit dem Google -Betriebssystem Android arbeiten, kamen zuletzt auf einen Marktanteil von 33 Prozent, Apple auf 18 Prozent.

Kommentare (4)

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Sektenraptor

24.07.2013, 00:05 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.



Mac-Harry.de

24.07.2013, 00:15 Uhr


35,3 Mrd. US$ Umsatz
6,9 Mrd. US$ Gewinn
3,8 Mio. Macs (-7 Prozent, aber besser als die PC-Markt-Entwicklung)
31,2 Mio. iPhones (+15 Prozent, bestes Q3-Ergebnis aller Zeiten)
14,6 Mio iPads (-14 Prozent)
4,6 Mio. iPods (erwartungsgemäß, da Weihnachtsgeschäft und rückläufig)
4 Mrd. US$ mit iTunes und Services (+25 Prozent)
12 Prozent Wachstum in USA
8 Prozent Einbruch in Europa (wen wunder das schon?)
18,8 Mrd. US$ an Aktionäre durch Dividendenausschüttung und Aktienrückkäufe

Tolle Leistung und das Wachstum geht weiter. Jeder der Apple kennt, weiss, dass Q3 immer das schwächste Quartal ist. jar für Jahr. Der Herbst mit tollen produkten wird den Cash-Berg über die 150 Mrd. US$ wachsen lassen. Cool!

kraehendienst

24.07.2013, 00:31 Uhr

Da ist wirklich was dran! Vorallem: die meisten Leute offenbaren damit ihren iphone (i-diotenphone)-Status par excellance. In dem sie mit diesen Smartphones, die sie überall gps-isieren, also auch im offline-Zustand weil Akku nicht entfernbar. Apple spielt der Entwicklung in die Hände und offenbart astrein die Dummheit der Massen!

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