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19.07.2013

08:26 Uhr

Quartalszahlen

Google schwächelt im Werbegeschäft

Der Suchmaschinenkonzern Google konnte zwar im zweiten Quartal Gewinn und Umsatz steigern. Marktbeobachter hatten jedoch mehr erwartet, die Aktie fiel. Grund dafür waren zwei offene Baustellen des Konzerns.

Die Quartalszahlen von Google sind gut. Die Wall Street war trotzdem nicht zufrieden. dpa

Die Quartalszahlen von Google sind gut. Die Wall Street war trotzdem nicht zufrieden.

Mountain ViewFallende Preise für Werbeanzeigen und Verluste bei der Mobilfunk-Tochter Motorola werfen einen Schatten auf die Bilanz von Google. Zwar verdiente der weltgrößte Suchmaschinenbetreiber im zweiten Quartal mit 3,2 Milliarden Dollar 16 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und auch der Umsatz lag mit 14,1 Milliarden Dollar 19 Prozent über dem Ergebnis im Vorjahreszeitraum, wie Google am Donnerstag mitteilte – doch Analysten hatten mehr erwartet. Die Aktien des Konzerns verloren im nachbörslichen Handel in New York mehr als vier Prozent.

Nach Meinung der Investoren wuchs das Geschäft im vergangenen Quartal zu langsam und warf zu wenig Gewinn ab. Grund dafür war auch das schwächelnde Werbegeschäft. Die Zahl der Klicks auf die Werbung stieg im Jahresvergleich zwar um 23 Prozent. Allerdings sanken die Einnahmen pro Klick um 6 Prozent. Das ist auch der Verbreitung von Smartphones geschuldet, wo die Anzeigen billiger sind.

„Google hatte ein großartiges Quartal“, erklärte Konzernchef Larry Page am Firmensitz im kalifornischen Mountain View unbeirrt. Insbesondere im Vergleich mit dem Rivalen Yahoo schnitt Google tatsächlich deutlich besser ab. Dort waren die Einnahmen aus der Werbung zum wiederholten Male gefallen.

Google hat ebenfalls einige Baustellen: Sowohl im Werbegeschäft als auch bei der Handytochter Motorola waren die Kosten deutlich gestiegen. Motorola schrieb einen höheren Verlust als vor einem Jahr. Google gab zudem mehr Geld für Neuentwicklungen und das Marketing aus.

Google Glass

Prestigeprojekt des Gründers

Die Datenbrille ist für den Internet-Konzern ein Prestigeprojekt – Mitgründer Sergey Brin kümmert sich darum persönlich. Seine Vision: Mithilfe des kleinen Bildschirms soll das Internet noch nahtloser in den Alltag integriert werden, etwa indem dort Informationen wie Wegbeschreibungen, E-Mails oder das Wetter eingeblendet werden.

Erste Geräte für Tester

Google Glass war anfangs noch nicht reif für den Massenmarkt, Google versorgte einige Tausend Testnutzer mit Brillen. Sie mussten 1500 Dollar plus Steuern zahlen. Im April will der Konzern das Gerät in den freien Verkauf geben, allerdings nur in den USA und in begrenzter Stückzahl.

Olympus arbeitet an Datenbrille

Auch andere Unternehmen arbeiten an einer Datenbrille, etwa Olympus und Epson. Allerdings richten sich die Konkurrenzmodelle nicht unbedingt an Privatnutzer, sondern eher an Unternehmen, die eines Tages etwa Lagerarbeiter damit ausstatten könnten.

Andere tragbare Computer

Andere Anbieter arbeiten ebenfalls an tragbaren Geräten, die sich mit dem Computer verbinden können. So haben diverse Unternehmen, darunter Samsung, Sony und das Start-up Pebble, Smartwatch-Modelle im Angebot, die Nachrichten auf einem kleinen Monitor am Handgelenk anzeigen und ermöglichen, auf Anrufe zu reagieren.

Page kündigte an, weiterhin Geld in neue Projekte stecken zu wollen. Als Beispiel für den Erfolg eines solchen Projekts führte er das Smartphone- und Tablet-Betriebssystem Android auf, das etwa Samsungs Galaxy-Baureihe antreibt. Bis heute seien mehr als 900 Millionen Android-Geräte aktiviert worden.

Zuletzt hatte vor allem die Datenbrille Google Glass für Schlagzeilen und Goldgräberstimmung unter den Entwicklern gesorgt. Im Juni kaufte der Konzern die Verkehrs-App Waze für eine geschätzte Milliarde Dollar. Mit dem Dienst des in Israel gegründeten Start-ups können sich Nutzer gegenseitig über die Verkehrslage informieren.

Das Geld verdient Google aber weiterhin mit seinem Stammgeschäft: Der Werbung durch Textanzeigen bei seiner Suchmaschine. Zudem werden die grafischen Werbeanzeigen - die sogenannten Banner - auf Websites wie Youtube immer wichtiger.

Mit den Augen steuerbar

Google-Brille im Test

Mit den Augen steuerbar: Google-Brille im Test

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Kommentare (2)

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maximilian@baehring.at

18.07.2013, 23:54 Uhr

Ranga Yoegeshwar sagt eben wgen sondern bei Beckmann der Staat würde uns als Bürger sinngemäß dazu auffordern: Kauf Dir eine Pistole denn Dir hilft keiner - also beispielsweise Virenscanner oder Firewall oder: wenn Du dir nicht des vollen Aumaßes von "Fotosharing" und "Friendfindern" - die standardmäßig auf dem neuen Smartphone aktiviert sind - und für die bestenfalls das Datenschutzrecht einer indischen Serverfarm von google gilt - klar warst dann haste eben Pech gehabt.

Ich hab 1998 gesagt - holt mir diesen Medienanwalt Anwalt Prinz an die Strippe wir haben ein Problem - denn sobald die Cams am Internet in großem Umfange verbreite sind

= SAMRTPHONES / iPhone

hat jeder dank Photosharing die gleichen Privatsphäreprobleme wie unser Prügel-Prinz und seine Caroline von Monaco. Früher wurde das durch die technische Skill-Barriere "Qualifiziert einen FTP-Client zu bedienen" udn "Treibersoftwareproblamtik mit integrierten Community-Filesahringtools" geregelt was 80% der Digicamnutzer davon abgehalten hätte Dummheiten zu begehen. Der ganze Mist wird inzwischen standradmäßig aktiviert ausgeliefert. Da gilt es erstamlalle Atomatismen zu finden die mit dem Netz unbeuafsichtigt syncen/abgleichen und auszuschalten.

maximilian@baehring.at

18.07.2013, 23:57 Uhr

Wenn ich nicht will daß ein Film später als vom Flatscreen per Vidocam abgeflimte Version irgendwo in einem passwortgeschützten ZIP im Netz auftaucht darf ich ihn als Videothek gar nicht verleihen. Und DRM bedeutet daß alles Bildmaterial sozusagen an der Quelle (um Verschlüsselung zu umgehen) mit digitlaen Wasserzeichen Patterns ähnlich Virenscans abgeglichen wird. Und dafür brauchen wir die immensen Rechenlistung die neben dem Anschaffunsgpreis auch unser Stromrechnung erhöht. im Prinzip rechnen die Rechteverwerte im Schlimmsten falle auf unser Kosten digitale Wasserzeichenabgleiche gegen unsere Fotos!

[...]
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