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14.10.2011

02:31 Uhr

Quartalszahlen

Google trotzt der Krise

VonAxel Postinett

Trotz hoher Investitionen in neue Produkte wie das soziale Netzwerk Google+ oder das Mobilfunk-Betriebssystem Android hat Google seinen Gewinn um 25 Prozent steigern können - dank sprudelnder Werbeeinnahmen.

Google hat viel investiert, aber auch viel eingenommen. dapd

Google hat viel investiert, aber auch viel eingenommen.

San FranciscoGoogle bleibt eine Geldmaschine. Trotz hoher Investitionen in neue Produkte wie das Online-Netzwerk Google+ oder das Mobilfunk-Betriebssystem Android steigerte der Internet-Konzern im dritten Quartal seinen Gewinn im Jahresvergleich um mehr als ein Viertel auf 2,7 Milliarden Dollar, umgerechnet rund 2 Milliarden Euro. Grund für den Sprung waren vor allem sprudelnde Werbeeinnahmen der angestammten Suchmaschine. Der Facebook-Konkurrent Google+ kommt inzwischen nach Firmenangaben auf 40 Millionen Nutzer und auch ein Musik-Downloaddienst nimmt laut Medienberichten Gestalt an.

„Wir hatten ein großartiges Quartal“, sagte Mitgründer und Firmenchef Larry Page am Donnerstag (Ortszeit) am Firmensitz im kalifornischen Mountain View. Google schnitt mit seinem Ergebnis zum wiederholten Male deutlich besser ab, als Analysten erwartet hatten. Der Kurs der Aktie sprang am Freitag im frühen New Yorker Handel um 6 Prozent hoch.

Für Google scheint sich der Vorstoß in die Display-Werbung - das sind die grafische Anzeigen auf Websites - sowie in die Werbung auf mobilen Geräten wie Smartphones auszuzahlen. Genaue Zahlen dazu veröffentlicht der Konzern nicht. Traditionell macht Google sein Geld vor allem mit schlichten Textanzeigen im Umfeld seiner Suchmaschine. Bei jedem Klick auf einen der Werbelinks klingelt bei Google die Kasse.

Durch den Geldsegen kann Google seine Investitionen in neue Projekte und Zukäufe locker stemmen - wie etwa eines eigenen Musikdienst in Konkurrenz zu Apples iTunes und Amazon. Doch die Verhandlungen mit der Musikindustrie ziehen sich hin. Nach Informationen des „Wall Street Journal“ steht Google bislang nur mit dem kleinsten der vier großen Plattenlabel - EMI - vor einem Abschluss. Mit Marktführer Universal Music sowie Sony und Warner Music liefen die Gespräche weiter, hieß es unter Berufung auf eingeweihte Personen.

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