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16.10.2013

23:54 Uhr

Quartalszahlen

IBM zum sechsten Mal in Folge mit Minus

Der Computergigant IBM schwächelt weiter. Erstmals gingen auch die Verkäufe in Entwicklungsmärkten zurück. Die Konzernführung gelobt zum wiederholten Male Besserung, die Märkte ließen sich davon jedoch nicht beruhigen.

IBM: Das Hardware-Geschäft schrumpfte im dritten Quartal um 17 Prozent. dapd

IBM: Das Hardware-Geschäft schrumpfte im dritten Quartal um 17 Prozent.

New YorkDer früher so erfolgsverwöhnte IT-Konzern IBM kämpft mit Verlusten. Auch im dritten Quartal schrumpfte das Geschäft mit leistungsstarken Firmenrechnern. Der Umsatz mit Dienstleistungen wie dem Betrieb von Rechenzentren lag ebenfalls unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die Software stagnierte nahezu.

Der Konzern verlor insgesamt 4 Prozent an Umsatz auf 23,7 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Dank gleichzeitig gesunkener Kosten und einer niedrigeren Steuerlast stieg der Gewinn dagegen um 6 Prozent auf gut 4,0 Milliarden Dollar.

Mit den Zahlen konnte IBM - Spitzname „Big Blue“ - die Anleger nicht begeistern. Der Umsatz lag unter den Erwartungen der Analysten. Nachbörslich fiel die Aktie um 6 Prozent. Seit Jahresbeginn hat das Papier damit mehr als 10 Prozent an Wert verloren.

Der Hardware-Bereich schrumpfte im letzten Quartal 17 Prozent. Konzernchefin Ginni Rometty erklärte zum wiederholten Male, sich um die Problemfelder zu kümmern. Erst vor drei Monaten hatte das Unternehmen Personalmaßnahmen angekündigt, dabei allerdings keine Einzelheiten genannt. Zuvor waren Spekulationen aufgekommen, IBM könne sich von Teilen seines Server-Geschäfts trennen.

Im zweiten Quartal hat IBM seine Belegschaft für eine Milliarde Dollar umgebaut und in den USA und Kanada über 3000 Jobs gestrichen, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Zahlen einer Personalgruppierung von IBM.

IBM befindet sich im dauernden Wandel. Früher waren es Büromaschinen, dann PC und heute vor allem Software und Services, mit denen das Unternehmen aus Armonk im US-Bundesstaat New York sein Geld verdient. Zu den Wachstumsfeldern gehören derzeit das Cloud Computing, die Sicherheit, das mobile Geschäft sowie die Datenanalyse.

Sogar in Entwicklungsmärkten wie China verlor IBM. Erstmals in der Unternehmensgeschichte gingen auch dort die Einnahmen zurück. „Wenn IBM es nicht schafft, sich in diesen Märkten zu erholen, wird es für IBM schwierig positives aus ihren Quartalszahlen zu ziehen“, sagte Barclays-Analyst Ben Reitzes in einem Report vor der Veröffentlichung der Zahlen.

Kommentare (1)

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17.10.2013, 05:00 Uhr

Vielleicht sollte man sich an ASML Zeiss beteiligen. Dann hätte man in einem Schlag fast 2 Milliarden mehr Gewinn?

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