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25.04.2013

21:32 Uhr

Quartalszahlen

Neue Verluste und mehr Geldprobleme für TV-Hersteller Loewe

Nach verlustreichen Jahren, geht Deutschlands größtem TV-Hersteller Loewe langsam das Geld aus. Bis Ende Mai soll die Hälfte des Grundkapitals aufgezehrt sein. Die Aktie des Unternehmens ist auf dem Sinkflug.

Neue Produkte und internationalere Ausrichtung sollen Loewe retten. dapd

Neue Produkte und internationalere Ausrichtung sollen Loewe retten.

FrankfurtDie neueste Hiobsbotschaft löste einen Sinkflug für die Loewe-Aktie aus, das Papier verlor nachbörslich in Frankfurt 11 Prozent an Wert. Bis Ende Mai soll der Fernsehgeräte-Bauer die Hälfte des Grundkapitals ausgegeben haben, eine geplante Versammlung der Aktionäre wurde um einen Monat verschoben, und findet neu Ende Juli statt.

Um die leere Kasse wieder zu füllen, prüfe Loewe verschiedene strategische Optionen. Unter anderem werde eine Kapitalerhöhung unter Einbeziehung bestehender Aktionäre und neuer Investoren erwogen.

Im ersten Quartal schrumpfte der Umsatz nach vorläufigen Zahlen um 35 Prozent auf 43,5 Millionen Euro. Der operative Verlust (Ebit) verzehnfachte sich auf 9,9 Millionen Euro von 0,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der höhere Verlust sei auf die schlechtere Marktentwicklung, niedrigere Umsatz- und Produktionsvolumen, Investitionen in neue Produkte und Marketing-Maßnahmen zurückzuführen, erklärte Loewe.

Ausweg aus der Krise: Loewe will internationaler werden

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Loewe will internationaler werden

Zum dritten Mal in Folge schreibt der angeschlagene TV-Hersteller rote Zahlen.

Allein in Deutschland sei in den ersten drei Monaten des Jahres der Markt für LCD-TVs wertmäßig um 19 Prozent zurückgegangen. Bei den für Loewe wichtigsten Handelspartnern, dem qualifizierten Fachhandel, sei der Rückgang mit 37 Prozent noch deutlich höher ausgefallen. In einzelnen Auslandsmärkten sehe es noch schlechter aus.

Neue Produkte und mehr Werbung sollen den Kronachern aus der Krise helfen. Doch Loewe-Chef Matthias Harsch gestand am Donnerstag ein, dass die Maßnahmen erst im zweiten Halbjahr ihre vollständige Wirkung entfalten werden. Statt eines stabilen Umsatzes erwartet Loewe im laufenden Jahr nun einen Umsatzrückgang. Schwarze Zahlen sind weiterhin nicht in Sicht.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

25.04.2013, 21:51 Uhr

Nun ja, vielleicht sollte sich Loewe mal Gedanken um ihre Preispolitik machen. Beim aktuellen Angebot asiatischer Produzenten läßt sich die Preisdifferenz auch nicht mehr mit Qualität begründen.

Account gelöscht!

26.04.2013, 00:55 Uhr

Als Besitzer eines teuren 3D Individual 46" Loewe Fernseher wundert mich das nicht: 40 sec Aufstartzeit (aus Standby, ist kein Witz !), fast 1.5 sec für den Senderwechsel... Das macht jeder andere besser und schneller.

Ex-Kunde

27.04.2013, 15:27 Uhr

Jeder deutsche sog. "Premiumhersteller" sollte bei Loewe gaaanz genau hinschauen und daraus lernen. Loewe hat bei Preis- und Vertriebspolitik so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Aber statt aus Fehlern zu lernen, wird mit Überheblichkeit ungebremst gegen die Wand gefahren. Aber das scheint in Deutschland bei vielen Konsumgüterproduzenten der Fall zu sein: völlige Realitätsverweigerung.

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