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31.10.2013

10:13 Uhr

Quartalszahlen

Samsung holt bei Tablet-Absatz deutlich auf

Beim Tablet-Absatz holt Samsung vor dem Start der neuen iPad-Generation deutlich zum Marktführer Apple auf. Die Südkoreaner kommen auf einen Marktanteil von 20,4 Prozent. Apple tritt dagegen auf der Stelle.

Samsung steht beim Tablet-Absatz gut da. dpa

Samsung steht beim Tablet-Absatz gut da.

FraminghamSamsung hat beim Tablet-Absatz vor dem Start der neuen iPad-Generation deutlich zum Marktführer Apple aufgeholt. Die Südkoreaner kamen nach Zahlen der Analysefirma IDC im dritten Quartal auf einen Marktanteil von 20,4 Prozent bei 9,7 Millionen verkauften Geräten. Ein Jahr zuvor lag Samsung laut IDC noch bei 4,3 Millionen Tablets und 12,4 Prozent Marktanteil.

Apple trat dagegen unmittelbar vor dem Start der neuen iPad-Generation auf der Stelle. Der Absatz ging im Jahresvergleich leicht auf 14,1 Millionen Geräte zurück. Apple blieb damit zwar der führende Anbieter, der Marktanteil ging aber von gut 40 Prozent auf knapp 30 Prozent zurück. Das Absacken der Marktanteile könnte aber auch damit zu tun haben, dass die Käufer auf die nächste iPad-Generation gewartet haben. Apple startet an diesem Freitag den Verkauf des neuen iPad Air, das von Experten gute Bewertungen bekam und die Waage wieder etwas bewegen könnte. Außerdem bringt Apple vor Weihnachten noch ein runderneuertes iPad mini auf den Markt.

Apple gegen Samsung – die Chronologie

Weltweite Auseinandersetzung

Der 2011 verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs hatte einen Patentkrieg mit Samsung losgetreten – er warf dem Konkurrenten vor, das iPhone zu kopieren. Gut zwei Jahre nach dem Start der Auseinandersetzung ist trotz Etappensiegen beider Seiten keine Ende der weltweiten Auseinandersetzung in Sicht. Eine Chronik der wichtigen Meilensteine.

Herbst 2010: Warnschuss von Apple

Apple warnt Samsung, dass es in Design und Bedienung neuer Smartphone-Modelle der Südkoreaner eine zu große Ähnlichkeit zu seinem iPhone sieht. Gespräche über Patentlizenzen bleiben erfolglos.

April 2011: Klage in Kalifornien

Apple reicht eine Patentklage gegen Samsung in Kalifornien ein. Samsung kontert mit eigenen Vorwürfen. Es ist der Anfang eines Patentkriegs, der sich schließlich auf rund 50 Verfahren in fast einem Dutzend Länder auswächst.

August 2011: Deutschland im Mittelpunkt

Deutschland wird zu einem wichtigen Schauplatz des Konfliktes. Apple gelingt es über Monate, ein Samsung-Tablet unter Hinweis auf ein Design-Muster aus der Zeit der iPad-Entwicklung vom Markt fernzuhalten. Im Berufungsverfahren gewinn Samsung die Oberhand.

Oktober 2011: Tim Cook übernimmt

Jobs stirbt an den Folgen einer langwierigen Krebserkrankung. Der neue Apple-Chef Tim Cook führt den Patentkrieg fort, auch wenn er sich mehrfach von Jobs' harter Linie distanziert.

Mai 2012: Einigung scheitert

Apple und Samsung versuchen auf Anordnung des Gerichts, den Streit in Gesprächen auf höchster Ebene beizulegen – ohne Erfolg.

August 2012: Großer Sieg für Apple

Apple erzielt den bisher größten Sieg. Kalifornische Geschworene sprechen dem US-Konzern gut eine Milliarde Dollar Schadenersatz zu und schmettern alle Vorwürfe von Samsung ab. Apple konnte bisher aber kaum von dem Urteil profitieren: Verkaufsverbote lehnte das Gericht ab, zudem soll über 450 Millionen Dollar neu verhandelt werden, weil die Geschworenen Fehler gemacht hätten.

Juni 2013: Samsung schlägt zurück

Samsung gelingt ein Konter bei der Handelskommission ITC. Sie verfügt ein US-Importverbot für fünf ältere Modelle von iPhone und iPad. Davon ist zumindest das iPhone 4 noch wichtig. Präsident Barack Obama hat 60 Tage Zeit den Einfuhrstopp in Kraft zu setzen oder mit einem Veto zu kippen.

Die Nummer drei ist laut IDC die taiwanesische Firma Asus, Hersteller von Googles Nexus-7-Tablets, mit einem Marktanteil von 7,4 Prozent. Der weltgrößte PC-Hersteller Lenovo folgt mit 4,8 Prozent Marktanteil - es ist ein Sprung von nur 1,1 Prozent vor einem Jahr. Acer schließt die Top 5 mit 2,5 Prozent ab. Insgesamt stieg der Tablet-Absatz nach IDC-Berechnungen im Jahresvergleich um 36,7 Prozent auf 47,6 Millionen Geräte.

Von

dpa

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