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21.10.2016

06:19 Uhr

Quartalszahlen über Erwartungen

Microsoft-Aktie auf Rekordhoch

VonAxel Postinett

Die Rechnung von Satya Nadella geht auf. Unter seiner Regie ist Microsoft ist ein neuer Konzern geworden. Er hat die Allmacht der Windows-Sparte gebrochen, das Unternehmen verdient dennoch sehr gut.

„Mobile first, Cloud first“: Microsoft-CEO Satya Nadella krempelt das Unternehmen um. Reuters

Microsoft

„Mobile first, Cloud first“: Microsoft-CEO Satya Nadella krempelt das Unternehmen um.

San FranciscoGates‘ Titel als reichster Mensch der Welt ist bis auf Weiteres wieder gesichert: Nachbörslich zog die Microsoft-Aktie am Donnerstag um bis zu 5,9 Prozent auf über 60 Dollar an. Werden die Kurse am Freitag im Wall-Street-Handel bestätigt, wäre es das erste Mal seit 1999, dass der Software-Gigant einen neuen Höchstkurs erreicht hat. Damals lag er bei 59,95 Dollar. Anschließend kam der Dotcom-Crash.

Nachdem Gates die Geschäfte an Steve Ballmer abgegeben hatte, folgte das, was später in einem „Vanity Fair“-Artikel als „Microsofts verlorenes Jahrzehnt” bezeichnet wurde. Am Ende hatte das Bürokratiemonster Microsoft das mobile Zeitalter verpasst und der Glanz von Windows verblasste.

Wie der Wall Street-Handel lief

Microsoft kann mehr als Windows

Wie der Wall Street-Handel lief: Microsoft kann mehr als Windows

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Am 4. Februar 2014 übernahm Satya Nadella das Ruder und kein Stein blieb mehr auf dem anderen. Die Allmacht der Windows-Sparte wurde gebrochen. „Mobile first, Cloud first“ wurde zum Motto, dem sich alles unterordnen musste. Ganze bürokratische Ebenen wurden entfernt, wichtige Produkte für die Konkurrenz-Betriebssysteme Android und iOS angepasst und Open-Source-Software wurde vom Hassgegner zum Partner.
Spätestens seit Donnerstag ist nun klar, wie zuverlässig Nadellas neues Microsoft bereits im Wandel wachsen und Geld verdienen kann.

Vor allem das anziehende Cloud-Geschäft erfreute die Investoren bei der Präsentation der Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2017. Wie andere Softwareunternehmen wandelt sich Microsoft vom Verkäufer von fertigen Programmen auf CD-Roms oder DVDs zu einem Service-Unternehmen, das Software als Dienstleistung mit laufenden Updates verkauft.

Das Quartal zeigte solide Zuwächse beim Büroprodukt Office 365 und der Business-Cloud-Plattform Azure. Die Sparte „Intelligente Cloud“ insgesamt legte zum Vorjahr währungsbereinigt um acht Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar zu. Azure, die direkte Konkurrenz zu Amazons AWS-Cloud, ist darin ein noch kleiner, aber mit einem Plus von 116 Prozent extrem stark wachsender Bereich.

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