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08.10.2013

10:20 Uhr

Quip-Gründer

„Ein Meer von Smartphones und Tablets“

VonChristof Kerkmann

Immer mehr Menschen lassen das Notebook zu Hause und arbeiten auf Smartphone und Tablet. Bret Taylor entwickelt mit dem Start-up Quip eine Textverarbeitung für mobile Geräte – und hofft auf eine Chance gegen Microsoft.

Früher Technikchef bei Facebook, heute Unternehmer: Quip-Gründer Bret Taylor. PR

Früher Technikchef bei Facebook, heute Unternehmer: Quip-Gründer Bret Taylor.

DüsseldorfHandelsblatt Online: Es gibt dutzende Textverarbeitungen und Office-Pakete – warum bringt Quip noch ein Programm heraus?

Bret Taylor: Gerade spielt sich ein wichtiger technologischer Wandel ab: Die Nutzer verwenden immer seltener PCs und immer häufiger mobile Geräte. Wenn man hier im Silicon Valley durch einen Flughafen läuft, sieht man statt Laptops ein Meer von Smartphones und Tablets. Es verändert sich gerade grundlegend, wie die Menschen arbeiten. Viele etablierte Firmen haben ihre Textverarbeitungen in den 70er und 80er Jahren entwickelt und seitdem nicht wirklich etwas verändert. Wir bieten ein Programm an, dass auf allen mobilen Geräten gut läuft.

Microsoft hat Milliarden von Dollar als Reserve. Wie können Sie bestehen?

Ich will die Herausforderung nicht kleinreden: Wir sind eine kleine Firma mit 13 Mitarbeitern, und Microsoft ist ein beeindruckender Riese. Aber die mobilen Plattformen sind disruptiv, sie wirbeln die Branche durcheinander – ähnlich wie vor 30 Jahren, als der PC den Großrechner ablöste und Microsoft zum dominanten Anbieter wurde. Anstatt Word zu kopieren, erschaffen wir etwas komplett Neues. Das ist unsere Chance.

Kann man denn auf den kleinen Bildschirmen tatsächlich Texte schreiben?

Smartphones und Tablets werden tatsächlich eher als Geräte für den Medienkonsum gesehen, wenn man von Fotos absieht. Aber gerade Tablets eignen sich als Ersatz für den PC, viele nutzen sie zusammen mit einer Bluetooth-Tastatur. Als mir das am Flughafen auffiel, war das ein Aha-Effekt.

 

Was ist neu an Quip?

Das Wichtigste an unserem Produkt: Es stellt die Zusammenarbeit in den Mittelpunkt, mehrere Leute können gleichzeitig ein Dokument bearbeiten. Nutzer können sich Nachrichten über Änderungen in Echtzeit aufs Smartphone schicken lassen. Die Darstellung ist für den Bildschirm optimiert, man kann mit Gesten rein- und rauszoomen. Das Programm funktioniert aber auch offline – das ist wichtig, wenn die U-Bahn durch einen Tunnel fährt.

 

Allerdings bietet Quip deutlich weniger Funktionen…

Unser Produkt ist erst wenige Wochen auf dem Markt, wir werden mit der Zeit neue Funktionen einführen. Und es löst ein Problem, das viele Leute derzeit haben: Es funktioniert auf allen Geräten. Word läuft noch nicht mal auf dem iPad.

Kommentare (1)

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08.10.2013, 11:01 Uhr

der im Moment stärkste Gegner sollte SoftMaker aus Deutschland sein.

die sind im Moment die Referenz im Mobil Office.

Apps für andere BS haben wie auch.

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