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29.10.2012

20:09 Uhr

Random House und Penguin

Büchergigant will IT-Konkurrenz die Stirn bieten

Mit der geplanten Fusion der Bertelsmann-Tochter Random House mit Pearsons Penguin Group entsteht ein neues Verlags-Schwergewicht. Das soll Online-Händlern wie Amazon das Leben schwer machen.

Der Pinguin ist weltweit auf Bücherrücken zu finden - in Zukunft womöglich noch häufiger. dapd

Der Pinguin ist weltweit auf Bücherrücken zu finden - in Zukunft womöglich noch häufiger.

Gütersloh/London/BrüsselBertelsmann und sein britischer Konkurrent Pearson bauen den weltgrößten Verlag für Belletristik und Sachbücher auf. Sie verschmelzen ihre Buchverlage Random House und Penguin Group. So wollen die beiden Medienkonzerne der wachsenden Konkurrenz wie Amazon, Apple und Google Paroli bieten, die vor allem auch mit E-Books erfolgreich sind.

Bertelsmann soll 53 Prozent der Anteile halten, Pearson 47 Prozent, wie beide Unternehmen am Montag mitteilten. Die neue Verlagsgruppe mit dem neuen Namen Penguin Random House hätte einen Umsatz von etwa 2,8 Milliarden Euro und würde weltweit 8000 Mitarbeiter beschäftigen.

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Chef des neuen Unternehmens soll Random House-Chef Markus Dohle werden. Sitz der Verlagsgruppe ist New York. Der Verlag will sich vor allem auf den englisch- und spanischsprachigen Markt konzentrieren. Die deutsche Verlagsgruppe Random House in München mit 900 Beschäftigten und 45 Verlagen wird nicht Teil der Gruppe und bleibt zu 100 Prozent in der Hand von Bertelsmann.

Experten werten den Zusammenschluss als Reaktion auf den Erfolg von E-Books und Online-Händlern wie Amazon, Apple und Google. Diese Konzerne seien es gewohnt, in globalen Verwertungsketten zu planen, sagte der Wiener Buchmarkt-Experte Rüdiger Wischenbart. Gleichzeitig versuche Amazon, alle Funktionen des Marktes unter seinem Dach zu vereinen: Selbstverlag, Buchverlag, Leihbibliothek, Multichannel- Vertrieb und Marketingplattform, die es Autoren wie Verlagen erlaubt, direkt mit den Endkunden ins Geschäft zu kommen.

Diesen Möglichkeiten kommt auch der neue Verlagsgigant näher. Damit werde Penguin Random House auch attraktiver für Autoren weltweit, sagte Rabe. Amazon bezeichnete er als großen und guten Kunden beider Verlagsgruppen. „Mir ist nicht bekannt, dass Amazon uns die Konditionen und Preise diktiert.“

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