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05.09.2011

19:45 Uhr

Reiter-Nachfolger

Bernd Hilder soll MDR-Intendant werden

Der MDR-Verwaltungsrat hat sich offenbar für den Chefredakteur der „Leipziger Volkszeitung“, Bernd Hilder, als neuen Intendanten entschieden. Der 52-Jährige war einer von drei Kandidaten auf die Nachfolge von Udo Reiter.

Bernd Hilder soll nach Willen des MDR-Verwaltungsrats neuer Intendant des Senders werden. dpa

Bernd Hilder soll nach Willen des MDR-Verwaltungsrats neuer Intendant des Senders werden.

LeipzigDer Chefredakteur der „Leipziger Volkszeitung“, Bernd Hilder (52), soll nach dem Willen des MDR-Verwaltungsrats neuer Intendant des Senders werden. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Montag aus zuverlässiger Quelle. Der Nachfolger von Senderchef Udo Reiter soll am 26. September vom Rundfunkrat gewählt werden - dort ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich.  

Zuvor hatten sich drei Kandidaten in dem Gremium präsentiert - neben Hilder die stellvertretende Intendantin Karola Wille und der stellvertretende WDR-Fernsehdirektor Helfried Spitra. Für den Wahlvorschlag mussten mindestens fünf der sieben Verwaltungsräte stimmen.  Hilder wurde in Bückeburg (Niedersachsen) geboren und studierte Rechts- und Politikwissenschaften in Freiburg. 1982 wurde er freier Journalist, später Redakteur beim damaligen Sender Freies Berlin. Ende der 80er Jahre ging er als Hörfunk-Korrespondent nach Washington, später berichtete er für die ARD mit Sitz in Mexico-City über Lateinamerika und die Karibik.  

Nach 13 Jahren bei der ARD übernahm er 1995 die Chefredaktion der „Schaumburger Nachrichten“. Im Jahr 2000 wurde er Chefredakteur des „Göttinger Tageblattes“, seit 2003 steht er an der Spitze der „Leipziger Volkszeitung“. Außerdem ist Hilder in der Jury des Theodor-Wolff-Preises und seit März 2010 Sprecher des Deutschen Presserats. Er ist parteilos, verheiratet und hat zwei Kinder.  

Reiter ist seit 20 Jahren Intendant der Dreiländeranstalt und hatte im Mai seinen vorzeitigen Rückzug bis Jahresende angekündigt. Der MDR steht derzeit unter großem Druck. In der vergangenen Woche hat der Sender das Verfahren zur fristlosen Kündigung seines Unterhaltungschefs Udo Foht eingeleitet, der in undurchsichtige Finanztransaktionen verwickelt war und gegen den die Staatsanwaltschaft wegen Betrugs und Untreue ermittelt. Zuvor war ein Millionenbetrug beim ARD/ZDF-Kinderkanal aufgedeckt worden, für den der MDR die Federführung hat.

Von

dpa

Kommentare (2)

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GEZ-Parasit

05.09.2011, 20:06 Uhr

Gehalt: Über 200.000 Euro jährlich.
Die GEZ treibt's ein.

Account gelöscht!

05.09.2011, 20:11 Uhr

Von der LVZ zum MDR - das passt zusammen: niveau immer schön flach halten.

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