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29.08.2013

17:08 Uhr

Riesige Summe für Vodafone

Milliardengeschäft auf US-Telefonmarkt möglich

Der US-Telefonkonzern Verizon steht kurz davor, den Partner Vodafone auszuzahlen. Mit 130 Milliarden Dollar zusätzlich in der Kasse könnte Vodafone den Markt in Europa und Deutschland aufrollen.

Mobilfunker Verizon Wireless: Vodafone möchte seinen Anteil an dem Unternehmen loswerden. Reuters

Mobilfunker Verizon Wireless: Vodafone möchte seinen Anteil an dem Unternehmen loswerden.

New York, DüsseldorfAuf dem US-Telekommunikationsmarkt zeichnet sich ein riesiges Geschäft ab. Der britische Mobilfunker Vodafone verhandelt mit dem US-Telekomkonzern Verizon über den Verkauf seines Anteils am Gemeinschaftsunternehmen Verizon Wireless. Das bestätigen die Briten am Donnerstag. Es sei aber noch unklar, ob eine Einigung zustande komme.

Für den 45-prozentigen Anteil des britischen Telekommunikationskonzerns Vodafone bietet Verizon rund 130 Milliarden US-Dollar, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg und das „Wall Street Journal“ am Donnerstag unter Berufung auf Finanzkreise berichteten. Mit dem frischen Geld in der Kasse könnte Vodafone vor allem sein Europa-Geschäft stärken. Das erhöht gewaltig den Druck auf Konkurrenten wie die Deutsche Telekom.

Das Übernahmeangebot könnte bereits in der ersten September-Woche publik gemacht werden, sagte eine mit den Gesprächen vertraute Person zur Nachrichtenagentur Reuters. Eine zweite Quelle nannte den 2. September. Sollten die Konzerne dieses Mal wirklich getrennte Wege gehen, wäre es die drittgrößte Unternehmensübernahme überhaupt.

Das sind die größten Telekommunikationsunternehmen

Platz 10

Deutsche Telekom - 37,05 Milliarden Euro

Platz 9

Telstra (Australien) - 42,84 Milliarden Euro

Platz 8

NTT (Japan) - 43,13 Milliarden Euro

Platz 7

Telefonica (Spanien) - 46,31 Milliarden Euro

Platz 6

NTT Docomo (Japan) - 47,99 Milliarden Euro

Platz 5

America Movil (Mexiko) - 66,96 Milliarden Euro

Platz 4

Verizon (USA) - 93,38 Milliarden Euro

Platz 3

Vodafone (Großbritannien) - 94,26 Milliarden Euro

Platz 2

AT & T (USA) - 145,27 Milliarden Euro

Platz 1

China Mobile - 177,02 Milliarden Euro

Ranking nach Marktkapitalisierung (Dezember 2012) - Quelle: Bloomberg

Verizon sucht schon seit Jahren nach Wegen, um den ungeliebten Partner loszuwerden. Ein Sprecher wollte sich zu den Berichten nicht äußern. Die Aktien von Vodafone schnellten nach der Nachricht an der Londoner Börse in der Spitze um neun Prozent nach oben auf den höchsten Stand seit zwölf Jahren – die Verizon-Titel legten in New York 2,6 Prozent zu.

Seit mehr als einem Jahrzehnt betreiben Verizon und Vodafone gemeinsam das erfolgreiche Mobilfunkunternehmen. Im Gegenzug für die geplante Komplettübernahme werde das US-Unternehmen umgekehrt Vodafone seinen 23-prozentigen Anteil an Vodafone Italia im Wert von rund 4 Milliarden Euro zurückgeben, hieß es laut den Insidern.

Der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte ein Insider, dass Verizon bereits mit Banken über die nötigen Milliardenkredite spreche. Auch in den Verkaufsverhandlungen habe das Telekommunikationsunternehmen nach Angaben von Informanten schon erste Details ausgearbeitet. So will der US-Gigant für den Anteil mit einer Mischung aus Aktienvermögen und Bargeld zahlen. Für die Bargeld-Komponente würde sich Verizon möglicherweise 50 Milliarden Dollar oder mehr leihen, sagen die Insider.

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

29.08.2013, 11:53 Uhr

...tstststsss... ....Summen sind das... ...und das fast alles nur fürs Telefonieren...

evil-twin

29.08.2013, 12:30 Uhr

Ja, aber das Telefonieren (und natürlich das Surfen) gerade in den USA benötigt eine gewaltige Infrastruktur. Und inzwischen haben die USA die Europäer beim Ausbau auch abgehängt. Viele europäische Anbieter könnten solche Investitionen gar nicht stemmen. Dafür zahlen die Kunden dort im Schnitt auch deutlich mehr.

Account gelöscht!

29.08.2013, 15:07 Uhr

Vodafone ungeliebter Partner? Vodafone ungeliebter Lieferant. Ganz einfach. Wenn ich irgendwann mal einen Britenhass bekomme würde ich sogar meinen alten Engländer verkaufen.

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