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16.09.2011

00:20 Uhr

RIM

Blackberry-Hersteller taumelt immer heftiger

VonAxel Postinett

Während Apple mit der Produktion seines iPhone kaum hinterherkommt, laufen dem Blackberry-Hersteller RIM die Kunden davon. Im zweiten Geschäftsquartal schrumpften die Auslieferungen auf 10,6 Millionen Smartphones.

Die Smatphones von Blackberry-Hersteller RIM fanden von Juni bis August weniger Käufer. Reuters

Die Smatphones von Blackberry-Hersteller RIM fanden von Juni bis August weniger Käufer.

AnaheimMit einem massiven Gewinneinbruch beendete der Blackberry-Hersteller RIM das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahrs. Bei einem Umsatz von 4,2 Milliarden Dollar blieb ein Nettogewinn von 329 Millionen Dollar. Im Vorjahresquartal waren es noch zehn Prozent mehr Umsatz und 796 Millionen Dollar Nettogewinn. Blackberry-Smartphones fanden weniger Käufer und der Absatz des Tablets „Playbook“ war schlicht eine Enttäuschung. Nachbörslich brach die RIM-Aktie bis zu 19 Prozent ein. Investoren verlangen immer lauter nach einer Kurskorrektur.

Gut 10,2 Millionen Blackberrys wurden verkauft, rund 1,9 Millionen weniger als im Vorjahreszeitraum. Nur 200.000 „Playbook“-Tablets, die Antwort auf Apples iPad, fanden einen Käufer. Analysten korrigieren mittlerweile ihre Verkaufsschätzungen bis Ende 2011 von gut drei Millionen Playbooks auf 1,9 bis 2,2 Millionen Stück. Im Analysten-Call nach der Veröffentlichung der Zahlen kündigte Co-CEO Mike Lazaridis ein „substanzielles Software Upgrade“ für das Playbook an und verstärkte Marketinganstrengungen zum Weihnachtsgeschäft.

Während es für den Handflächen-PC wohl wenig Hoffnung gibt, erwartet der kanadische Hersteller bei den Smartphones im laufenden Quartal wieder eine Erholung um 27 bis 37 Prozent auf 13 bis 14 Millionen Geräte. Grund ist die Einführung einer Reihe neuer Modelle mit einem verbesserten Betriebssystem Ende des abgelaufenen Quartals, was sich positiv auswirken soll. „Wir sehen gutes Interesse für die neuen Modelle“, so CO-CEO Jim Balsillie, „der Absatz im Quartal war geringer als erwartet, weil die Nachfrage nach den alten Modellen schwächer als erwartet war.“

Weiter Zuspruch findet der sichere E-Mailservice von Blackberry. Mit 70 Millionen Kunden liegt er deutlich über den 50 Millionen des Vorjahrs und hat erstmals mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz eingefahren. Auf Analystennachfrage wurde aber eine Aufsplittung der neuen Nutzer in Regionen abgelehnt. „Das veröffentlichen wir nicht mehr“, hieß es schlicht. Besonders im US-Markt musste RIM zuletzt massiv Marktanteile an Apple und Android-Geräte abgeben.

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