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01.10.2015

18:13 Uhr

Rocket-Internet-Tochter

Helpling feuert 70 Mitarbeiter

VonMartin Tofern

Die Putzkraft-Vermittlung Helpling hat ein Fünftel seiner Belegschaft entlassen. Das Portal aus dem Internet-Imperium Rocket Internet hatte bislang etwa 360 Mitarbeiter. Damit scheint die Wachstumsphase vorerst vorbei.

Derzeit prüft das Unternehmen Engagements in mehreren Ländern – wenig versprechende Märkte sollen nicht mehr bedient werden. dpa

Putzhilfe-Vermittler Helpling

Derzeit prüft das Unternehmen Engagements in mehreren Ländern – wenig versprechende Märkte sollen nicht mehr bedient werden.

DüsseldorfHelpling-Gründer Benedikt Franke hat bestätigt, dass 20 Prozent der Mitarbeiter entlassen worden sind. „Das war natürlich eine menschlich schwierige und unangenehme Entscheidung, man hat ja schließlich 18 Monate eng zusammengearbeitet“, sagte er dem Handelsblatt. Außerdem ziehe sich das Unternehmen aus vier Ländern wieder zurück, nämlich aus Brasilien, Kanada, Schweden und Spanien.

Das Unternehmen sei in einer Phase angekommen, in dem es überprüfen musste, wie es in den einzelnen Märkten läuft. „Wir fokussieren uns jetzt auf die Märkte mit dem größten Potenzial“, erklärt Franke. Der Kernmarkt Deutschland laufe hervorragend, die Marke sei inzwischen sehr bekannt. Bei Google werde inzwischen mehr nach Helpling gesucht als nach dem Stichwort „Reinigungskraft“. Gut liefen die Geschäfte für das Portal aber auch in Holland, Frankreich, Italien und Großbritannien.

Bisher hatte es für das Putzportal immer nur eine Durchsage gegeben: Wachstum um jeden Preis. Nach einer zweiten Finanzierungsrunde, bei der Helpling 43 Millionen Euro eingesammelt hatte, hatte das Unternehmen Anfang Juli dieses Jahres den Kauf des britischen Portals Hassle.com bekanntgegeben. Das Portal ist in Großbritannien Marktführer und in Frankreich und Irland aktiv. Dieser Zukauf entwickle sich positiv, erklärt der 32-jährige Helpling-Gründer. „Es war der richtige Schritt, wir sind damit absolut im Reinen.“ Über die heute bekannt gegebenen Entlassungen hinaus plane sein Unternehmen auch keine weiteren Maßnahmen, beteuert Franke.

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