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17.02.2012

20:54 Uhr

Rupert Murdoch

Nachfolger für „News of the World“ geplant

Das britische Skandalblatt „News of the World“ bekommt bald einen Nachfolger. Das kündigte Medienmogul Rupert Murdoch bei einem Besuch der Boulevardzeitung „The Sun“ in London an.

Medienzar Rupert Murdoch hat einen Nachfolger für seine eingestellte britische Sonntagszeitung „News of the World“ angekündigt. dpa

Medienzar Rupert Murdoch hat einen Nachfolger für seine eingestellte britische Sonntagszeitung „News of the World“ angekündigt.

LondonMedienzar Rupert Murdoch will nach dem skandalumwitterten Ende seiner britischen Sonntagszeitung „News of the World“ einen Nachfolger auf den Markt bringen. Bald werde die „Sun on Sunday“ das frühere Blatt ersetzen, kündigte Murdoch am Freitag bei einem Besuch der erfolgreichen Boulevardzeitung „The Sun“ in London an.

Zuletzt hatte sich die Stimmung in den britischen Redaktionen des News-Corp -Konzerns deutlich verschlechtert. Das Mutterunternehmen gab im Rahmen der Ermittlungen beim Abhörskandal Informationen an die Polizei weiter. Mehrere langjährige Mitarbeiter wurden festgenommen. Ihnen wird Bestechung vorgeworfen. Einige Journalisten sprachen zuletzt von einem „Bürgerkrieg“. Murdoch versuchte nun, die Wogen zu glätten und versicherte, in den nächsten Wochen in London zu bleiben. Die Ankündigung, eine neue Sonntagszeitung anzubieten, traf bei den meisten Angestellten auf Gegenliebe. „Endlich gute Nachrichten“, kommentierte ein Mitarbeiter die Nachricht.

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Der Skandal um die britischen Zeitungen des News-Corp-Konzerns hatte im vergangenen Jahr Großbritannien erschüttert. Unter anderem sollen Journalisten des Konzerns offenbar die Telefone von Verbrechensopfern abgehört haben. Nicht nur die „News of the World“ wurde eingestellt, sondern Murdoch musste auch seine Pläne beerdigen, den britischen Bezahlsender BSkyB vollständig zu übernehmen. Wegen der Affäre mussten sich Murdoch und sein Sohn Rupert vor dem High Court verantworten. Zudem geriet der 80-jährige Manager und News-Corp-Chef in den USA wegen der ungeklärten Nachfolge-Frage unter Druck. 

Von

rtr

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