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06.02.2015

00:16 Uhr

Rupert Murdoch

News Corp bringt Media-Mogul weniger ein

Murdochs News Corp verdient unterm Streich weniger. Der Medienmogul hat trotzdem Grund zur Freude: Der Umsatz stieg an. Das Unternehmen kämpft mit schwindenden Anzeigen, in anderen Sparten gab es positive Überraschungen.

News Corp hat die neuen Geschäftszahlen vorgelegt. Reuters

Medienmogul Murdoch

News Corp hat die neuen Geschäftszahlen vorgelegt.

New YorkDas Verlagsgeschäft von US-Medienmogul Rupert Murdoch läuft wieder etwas schlechter. Im Geschäftsquartal bis Ende Dezember verdiente seine News Corp unter dem Strich 142 Millionen Dollar (124 Mio Euro), wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 150 Millionen Dollar gewesen. Der Rückgang fiel aber geringer aus als erwartet.

Das Buchverlagsgeschäft und der Digitale Immobilienservice haben dem Medienunternehmen im zweiten Geschäftsquartal indes einen Umsatzanstieg von 1,9 Prozent auf 2,28 Milliarden Dollar beschert. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) belief sich auf 328 Millionen Dollar und war damit etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Das Imperium des Rupert Murdoch

Geerbtes Unternehmen

Rupert Murdoch kam 1931 in Australien zur Welt. Das Unternehmertum liegt in der Familie: Sein Vater kaufte sich in die Zeitungskette News Limited ein, Sohn Rupert erbte sie 1952 – und baute sie zu einem Medienimperium aus, zu dem heute neben den Zeitungen in aller Herren Länder auch der Buchverlag Harper Collins, Internetbeteiligungen, Fernsehsender und mit „20th Century Fox“ ein legendäres Hollywood-Studio gehören.

Von der „Sun“ bis zum „Wall Street Journal“

Begonnen hat alles mit der Zeitung „The News“ aus dem australischen Adelaide, die der damals Anfang 20-jährige Rupert von seinem Vater übernahm. Später verleibte sich Murdoch in Großbritannien die renommierte Londoner „Times“ ein, außerdem das Massenblatt „Sun“. Die britische Sonntagszeitung „News of the World“ stampfte Murdoch nach einem Abhörskandal kurzerhand ein. Im Jahr 2007 landete Murdoch einen seiner größten Coups, indem er den US-Konzern Dow Jones übernahm, den Herausgeber Wirtschaftsblatts „Wall Street Journal“.

Fox-Fernsehsender

Flaggschiff des Konglomerats sind die amerikanischen Fox-Fernsehsender, die wegen ihrer konservativen Ausrichtung berühmt-berüchtigt sind. Hier ist aber auch die Heimat der Kultsendung „Die Simpsons“. Die gelbe Zeichentrick-Familie mit Oberhaupt Homer und der guten Seele Marge nimmt in vielen Folgen den Sender und seinen Patriarchen selbst auf die Schippe.

Auch in Deutschland aktiv

Murdoch hält die Mehrheit am Bezahlsender Sky, dem früheren Premiere. Sein Sohn James ist seit 2016 wieder Vorsitzender des Aufsichtsrates beim britischen Mutterkonzern.

Schiffbruch mit MySpace

Murdoch erkannte früh die Chancen des Internet und traute sich als einer der ersten großen Verleger, Geld für Nachrichten im Netz zu verlangen. Mit einem anderen Projekt erlitt er indes Schiffbruch: Das einstmals größte Online-Netzwerk MySpace ist nach dem Siegeszug von Facebook heute nur noch ein Schatten seiner selbst.

Aufspaltung in zwei Bereiche

2013 spaltete Murdoch sein Imperium in zwei Reiche auf: die profitable Filmsparte 21st Century Fox und das schwächelnde Verlagsgeschäft News Corp.

Den positiven Ergebnissen im Buchverlags- und Immobilienservice hätten Rückgänge im Bereich Nachrichten und Informationen gegenübergestanden, teilte News Corp mit. Außerdem hätten Währungskursverluste die Bilanz belastet.

Die Aktie hielt sich nachbörslich leicht im Plus. News Corp kämpft weiter mit schwindenden Anzeigen, doch die Bücherverkäufe liefen zuletzt besser. Zum Konzern gehören unter anderem das „Wall Street Journal“, die britischen Zeitungen „Sun“ und „Times“ und der Buchverlag „Harper Collins“.

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