Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.12.2014

17:19 Uhr

Russische Regierung macht Druck

Facebook muss Oppositionsseite in Russland schließen

Es ist ein schwerwiegender Eingriff, der in einer Demokratie eigentlich nicht möglich sein sollte: Die russische Regierung hat das soziale Netzwerk Facebook dazu gezwungen, einen Protestaufruf aus dem Netz zu entfernen.

Er ist Putin ein Dorn im Auge und erfährt die entsprechende Behandlung: Der Moskauer Internet-Rebell Alexej Nawalny. dpa/picture alliance

Er ist Putin ein Dorn im Auge und erfährt die entsprechende Behandlung: Der Moskauer Internet-Rebell Alexej Nawalny.

MoskauRussland hat das Onlinenetzwerk Facebook zur Sperrung einer Seite gezwungen, die zu einer Protestversammlung am Tag der Urteilsverkündung gegen den Kremlkritiker Alexej Nawalny aufrief. Die russische Internetaufsicht Roskomnadsor teilte am Sonntag mit, die Seite sei auf Anordnung der Generalstaatsanwalts blockiert worden, weil sie eine „ungenehmigte Massenkundgebung“ beworben habe. Die Seite hatte für den 15. Januar zu einer Versammlung aufgerufen, um das erwartete Urteil gegen Nawalny zu „besprechen“.

Zur Zeit ihrer Sperrung in Russland hatten sich etwa 12.000 Nutzer auf der Seite angemeldet. Sie war am Sonntag nur noch im Ausland abrufbar. Der Kremlkritiker und Antikorruptionsaktivist Nawalny muss sich derzeit vor Gericht wegen Betrugsvorwürfen verantworten. Er warf Facebook am Sonntag vor, vorschnell dem Druck zur Sperrung der Seite nachgegeben zu haben. „Ich hätte gedacht, sie würden zumindest eine Gerichtsanweisung anfordern, statt Seiten zu sperren, sobald die Gauner von Roskomnadsor dies verlangen“, schrieb Nawalny auf seiner Internetseite.

Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×