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02.09.2011

02:05 Uhr

Sammelklage

Windows Phone 7 weiß immer wo man ist

Handys sind auf vielfache Weise intelligent. Sie sind beispielsweise mit Standortermittlung ausgestattet. Das Betriebssystem Windows Phone 7 weiß zu viel über den Handy-Besitzer, meint eine Handy-Nutzerin in Seattle.

Windows Phone 7 beherrscht eine zu gute Standortermittlung dapd

Windows Phone 7 beherrscht eine zu gute Standortermittlung

San FranciscoSoftware-Gigant Microsoft wird von einer Handy-Nutzerin vorgeworfen, gegen ihren Willen mit seinem Betriebssystem Windows Phone 7 ihren genauen Standort zu ermitteln. Rebecca Cousineau reichte am Mittwoch beim US-Bezirksgericht in Seattle eine Sammelklage ein.

Sie will erreichen, dass Microsoft eine entsprechende Funktion abstellt und nicht näher bezeichneten Schadensersatz leistet. Microsoft teile in der Gebrauchsanweisung den Nutzern zwar mit, dass sie das zur Kamera-Software gehörende Merkmal abstellen könnten. Die Standortermittlung laufe aber selbst dann weiter, wenn das Feature abgestellt worden sei. Eine Microsoft-Sprecherin in Redmond wollte sich nicht dazu äußern.

Von

dapd

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

02.09.2011, 03:26 Uhr

Vermutlich etwas missverständlich, der GPS gehört zum Gerät , nicht zur Kamera. Hatte neulich ein sehr gutes Winphone Webinar. Das Recht, den GPS zu nutzen, wird für jede APP einzeln vom Besitzer vergeben.

Eine Navi-App könnte z.B. ohne nicht arbeiten. Wird der Foto-App das Recht entzogen, darf die Navi-App aber weiterhin den GPS - Sensor auslesen.

Wirtschaftlich interessant wirds bei Apps, die lokale Werbung zulassen. Das ist für den App Entwickler einfach einzubauen, wenn er z.B. Bildschirm-Fläche in seiner App erübrigen kann. Entsprechende Argenturen können nur auch mit lokalem Bezug in so einer App werben, meineswissens aber nur dann, wenn der Besitzer des Handies der App den GPS Zugriff erlaubt. Ein Abschalten der GPS in der Photo-App reicht deswegen nicht, um das für alle anderen Verwendungen zu unterbinden.

Technisch macht das viel Sinn. Ein richiger Abschaltknopf wäre teuer, eine zweistufige Software-Abschaltung wäre noch verwirrender.

Ökonomisch ist es ggf. nur für den App-Anbieter oder für den Werbenden von Vorteil.

Ich vermute , die Kläger haben erwartet, das es eine zentrale Abschaltung für den GPS gibt. Mal sehen, was draus wird.

Angaben ohne Gewähr, so habe ich es im Webinar verstanden.

andy

16.09.2011, 05:16 Uhr

Wer sich nicht dazu äußern will, der hat allem Anschein nach etwas zu verbergen.

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