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26.11.2014

08:27 Uhr

Samsung

Elektronik-Riese verkauft Anteile für 1,38 Milliarden

Seit Mai liegt Patriarch Kun Hee im Krankenhaus, nun soll sein Sohn an die Konzernspitze von Samsung treten. Im Zuge des Umbaus verkauft Samsung Anteile an vier Chemie- und Rüstungsfirmen an das südkoreanische Hanwha.

Samsung ist führend bei Smartphones, aber auch in unzähligen weiteren Geschäftsfeldern aktiv. dpa

Samsung ist führend bei Smartphones, aber auch in unzähligen weiteren Geschäftsfeldern aktiv.

SeoulSamsung trennt sich von weiteren Beteiligungen. Im Zuge eines Konzernumbaus verkauft der Elektronik-Riese Anteile an vier Chemie- und Rüstungsfirmen sollen für umgerechnet 1,38 Milliarden Euro an den südkoreanischen Mischkonzern Hanwha verkauft werden, wie Samsung am Mittwoch mitteilte.

Samsung Electronics Co., Samsung C&T Corp. und vier andere Tochtergesellschaften des größten südkoreanischen Konglomerats werden ihre Anteile an Samsung Techwin Co. und Samsung General Chemicals Co. veräußern, wie die Unternehmen am Mittwoch in Pflichtmitteilungen angaben. Der Verkauf soll in der ersten Jahreshälfte 2015 abgeschlossen sein.

Samsung bereitet sich derzeit auf einen Generationswechsel an der Konzernspitze vor: Der 72-jährige Lee Kun Hee soll nun langsam die Zügel aus der Hand geben. Der Vorsitzende und Patriarch Lee Kun Hee liegt seit einem Herzinfarkt im Mai im Krankenhaus. Sein einziger Sohn Lee Jae Yong wird voraussichtlich die Nachfolge antreten.

In der vergangenen Woche musste Samsung Heavy Industries Co. eine geplante Fusion mit Samsung Engineering Co. absagen, da Aktionäre Anspruch auf Rückkaufrechte erhoben. „Dies zeigt, dass Lee Jae Yong vorhat, den Schwerpunkt auf solche Geschäftsbereiche zu legen, die Samsung gut beherrscht und die nicht wettbewerbsfähigen Teile loswerden will“, sagte Kim Ji San, Analyst bei Kiwoom Securities Co., in Seoul.

Es zeige sich auch, dass der Vize-Vorsitzende nun die Managemententscheidungen der Samsung Group treffe, fügte er an. Samsung ist führend bei Smartphones, aber auch in unzähligen weiteren Geschäftsfeldern aktiv. Die IT-Dienstleistungstochter IDS wurde zuletzt bereits an die Börse gebracht.

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