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01.12.2014

09:51 Uhr

Samsung

Mobilfunk-Chef darf trotz Gewinneinbruchs bleiben

In diesem Jahr fällt die Umbesetzung auf Manager-Ebene bei Samsung gering aus: Nach Einbrüchen im Mobilfunk-Geschäft hatte es Spekulationen zur Neubesetzung in der Chefetage gegeben, doch Spartenchef Shin darf bleiben.

Shin Jong Kyun habe dazu beigetragen, dass Samsung zum größten Handy-Hersteller aufgestiegen sei, so ein Konzernsprecher. Reuters

Shin Jong Kyun habe dazu beigetragen, dass Samsung zum größten Handy-Hersteller aufgestiegen sei, so ein Konzernsprecher.

SeoulSmartphone-Weltmarktführer Samsung hält trotz des Gewinneinbruchs im Geschäft mit den Computer-Telefonen am Chef der Sparte fest. Der Präsident für mobile Kommunikation beim Konzern-Flaggschiff Samsung Electronics, Shin Jong Kyun, war am Montag nicht Teil der üblichen Jahresend-Umbesetzungen der Gruppe.

Shin habe dazu beigetragen, dass Samsung zum größten Handy-Hersteller aufgestiegen sei, sagte ein Sprecher des südkoreanischen Konzerns vor Journalisten in Seoul. Zuletzt hatte es vermehrt Spekulationen gegeben, dass Samsung einen Chefwechsel im Mobilfunk-Geschäft vornehmen werde. J.K. Shin führt die Sparte seit 2009.

Berechnungen von Experten zufolge sank Samsungs Marktanteil infolge der schärfer werdenden Konkurrenz und eines Preiskampfs im dritten Quartal auf knapp ein Viertel von über 32 Prozent vor einem Jahr. Der Gewinn ging um mehr als die Hälfte zurück.

Samsung: Weltmarktführer prüft Chefwechsel im Mobilfunk

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Zuletzt sanken Verkäufe und Gewinne bei Samsung, während die Konkurrenz den Weltmarktführer immer mehr unter Druck setzte. In seiner Mobilfunksparte könnte der Konzern daher nun personelle Konsequenzen ziehen.

Die Umbesetzung auf Manager-Ebene fiel diesmal kleiner aus als in den vergangenen Jahren, elf wurden befördert oder versetzt. Das wurde auch als Zeichen dafür gewertet, dass Samsung auf Stabilität setzt. Nach der schweren Erkrankung des früheren Konzernchefs und derzeitigen Vorsitzenden der Elektroniktochter, Lee Kun Hee, steht ein Generationswechsel an. Als inoffizieller Nachfolger gilt sein Sohn Lee Jae Yong.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Carsten Härtl

01.12.2014, 11:23 Uhr

Der im Westen erwartete "Rauswurf" des Mobilfunk-Chefs bleibt aus. Das zeigt einmal mehr, dass ostasiatische Firmen anders (besser!) mit unternehmerischen Herausforderungen umgehen. Anstatt vorschnell und hastig bei jeder Geschäftseintrübung den Trainer zu wechslen, setzt man auf personelle Stabilität, damit man in der Sache etwas nachhaltig verändern kann. Zumal sich der amtierende Chef Shin keine Fehlentscheidungen geleistet hat. Der extrem hohe Marktanteil ist nach dem statistischen Trend zur Mitte auf Normalniveau zurückgegangen. Und die bislang unverschämt hohen Gewinne haben sich folgerichtig, auch wegen der Normalisierung des KRW Wechselkurses, auf Normalmaß eingependelt.

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