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28.04.2012

16:41 Uhr

Schlichterspruch

Erste Entscheidung im Telekom-Tarifkonflikt

Mit einem Schlichterspruch ist der Tarifstreit bei der Telekom vorangekommen: Für die Bonner Zentrale haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaft geeinigt. Für die anderen Unternehmensstränge gehen die Verhandlungen weiter.

Die Zentrale der Deutschen Telekom in Bonn. dpa

Die Zentrale der Deutschen Telekom in Bonn.

Berlin/BonnIm Telekom-Tarifkonflikt hat Schlichter Henning Voscherau für die 17.000 Mitarbeiter der Zentrale in Bonn 6,5 Prozent mehr Gehalt in drei Stufen vorgeschlagen. Die Telekom und die Gewerkschaft Verdi stimmten diesem Ergebnis für die Deutsche Telekom AG zu. Das teilten beide Seiten am Samstag mit. Die Verhandlungen in den beiden anderen Strängen, nämlich für die 68.000 Beschäftigten bei T-Systems und der Telekom Deutschland GmbH, laufen weiter. Der Schlichterspruch für die Telekom-Zentrale DTAG sei nicht übertragbar, betonten beide Seiten.

Der Spruch von Voscherau, der frühere Erste Bürgermeister von Hamburg, sieht eine Gehaltserhöhung um 2,3 Prozent zum 1. Mai 2012 vor, gefolgt von zwei weiteren Erhöhungen um je 2,1 Prozent zum 1. Januar und zum 1. August 2013. Die Laufzeit beträgt 24 Monate, nämlich bis zum 31. Januar 2014, also zwei Jahre nach Auslaufen des bisherigen Tarifvertrags.

„Damit bleiben die Beschäftigten bei der DTAG unter Berücksichtigung der besonderen Rolle dieser Unternehmenssparte auf Tuchfühlung mit der Gehaltsentwicklung im öffentlichen Dienst“, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder laut einer Mitteilung. Telekom-Sprecher Husam Azrak begrüßte die Einigung ebenfalls, sprach aber von einer Schlichtung, die wehtue. Zugleich betonte Azrak, die wirtschaftlichen Voraussetzungen bei T-Systems und Telekom Deutschland seien anders als in der Zentrale: „Das lässt sich weder einfach noch automatisch auf die anderen Verhandlungsstränge übertragen“, sagte Azrak.

Von

dpa

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