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22.01.2004

18:29 Uhr

Schnelle politische Lösung gewünscht

ZDF sucht schnellen Gebührenkompromiss

Das ZDF setzt im Streit um höhere Rundfunkgebühren auf eine schnelle politische Lösung. „Das Zeitfenster, um eine politische Lösung zu finden, ist nur ein paar Wochen offen. Wir wollen diese Chance nutzen“, sagte Intendant Markus Schächter dem Handelsblatt.

DÜSSELDORF. Die Gespräche mit der Rundfunkkommission der Länder laufen auf Hochtouren. Heute referieren die Chefs der Staatskanzleien über den Stand der Verhandlungen. Bayern, NRW und Sachsen machten im vorigen Jahr 14 Vorschläge, um ARD und ZDF grundlegend zu reformieren. Im Gegensatz zur ARD hat das ZDF Lösungen vorgeschlagen. „Es gibt sieben Felder, über die wir mit der Politik intensiv sprechen“, sagte Schächter. So erwäge das ZDF einen Rückzug beim Bonner Ereigniskanal Phoenix, der gemeinsam mit der ARD betrieben wird, berichten Insider.

Mit seiner Kompromissbereitschaft setzt sich das ZDF von der harten Linie der ARD ab. „Wir wollen in der Öffentlichkeit nicht den Eindruck von feindlichen Brüdern erwecken, aber es gibt zwischen ARD und ZDF unterschiedliche Akzentuierungen“, sagt der Chef von Europas größten TV-Sender. Der Zeitdruck für einen Kompromiss ist groß. Bereits am 25. März treffen sich die Länderchefs, um die Weichen für ARD und ZDF neu zu stellen. Eine Verschiebung der Gebührenerhöhung auf monatlich 17,24 Euro vom 1. Januar 2005 auf einen späteren Termin lehnt Schächter allerdings ab. „Der Zeitpunkt der Gebührenanpassung steht für uns nicht zur Disposition“, sagte der ZDF-Intendant.

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