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25.02.2014

10:08 Uhr

Schwache Auftragslage

Chipkonzern Aixtron in tiefroten Zahlen

Gewinnschwelle nicht in Sicht: Der deutsche Chipanlagenbauer steht unter großem Druck. Das bekommen nun auch die Aktionäre zu spüren – die Dividende wird ihnen erneut gestrichen.

Aixtron bekommt nicht genügend Aufträge um sich aus eigener Kraft wieder in die Gewinnzone zu bewegen. PR

Aixtron bekommt nicht genügend Aufträge um sich aus eigener Kraft wieder in die Gewinnzone zu bewegen.

DüsseldorfSchwarze Zahlen sind beim angeschlagenen Chipanlagenbauer Aixtron vorerst nicht in Sicht. Erst bei Erlösen von rund 250 Millionen Euro könne die Gewinnschwelle erreicht werden, kündigte der seit knapp einem Jahr amtierende Vorstandschef Martin Goetzeler am Dienstag an. Wegen der schmalen Orderbücher werde 2014 aber lediglich ein Umsatz auf Vorjahreshöhe von 183 Millionen Euro erreichbar sein. Der Verlust werde indes dank der Einsparungen erneut niedriger ausfallen. „Die strukturelle Verbesserung unseres Ergebnisses insbesondere im zweiten Halbjahr 2013 bestärkt uns darin, dass der eingeschlagene Weg zur Konsolidierung und Neuausrichtung von Aixtron richtig ist“, sagte Goetzeler.

2013 grenzte Aixtron allein dank seiner Kostensenkungen die Verluste ein. Operativ sank der Fehlbetrag (Ebit) um 28 Prozent auf 95,7 Millionen Euro, netto ging der Verlust um 30 Prozent auf 101,0 Millionen Euro zurück. Der Umsatz schrumpfte um 20 Prozent auf 182,9 Millionen Euro. Der Auftragseingang verharrte mit 133,2 Millionen Euro auf Vorjahreshöhe, der Auftragsbestand brach um ein Viertel auf 59,6 Millionen Euro ein. Erneut gehen die Aktionäre leer aus, die zuletzt 25 Cent je Aktie für 2011 erhalten hatten.

An der Börse wurde Aixtron abgestraft. Der Kurs ging um über sechs Prozent auf 11,59 Euro zurück und führte damit die Verliererliste im TecDax an. Der Ausblick sei „bescheiden“, kommentierte Harald Schnitzer von der DZ Bank. Der Markt habe 2014 deutlich steigende Erlöse von 268 Millionen Euro erwartet - und einen operativen Gewinn von rund fünf Millionen.

Nach etlichen Boomjahren mit Umsatzerlösen in der Spitze von rund 780 Millionen Euro schreibt Aixtron seit 2012 tiefrote Zahlen. Grund ist der Nachfrageeinbruch, den auch US-Konkurrent Veeco zu spüren bekommt. Aixtron steuerte mit Stellenstreichungen gegen. Ende 2013 beschäftigte der Konzern noch 776 Mitarbeiter, etwa 200 weniger als im Jahr zuvor. Aixtron wie auch Veeco warten nun auf den nächsten Investitionszyklus. Die Firmen produzieren Chipanlagen zur Herstellung von Leuchtdioden (LED), die in der Unterhaltungselektronik, Automobilindustrie und bei industrieller Beleuchtung zum Einsatz kommen.

Von

rtr

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